Bald soll der Ball im Kammerforst rollen

Bald soll der Ball im Kammerforst rollen

Im April sollen die Arbeiten zum Bau des neuen Sportzentrums im Kammerforst beginnen. Läuft alles nach Plan, kann auf dem Platz bereits zum Ende des Jahres trainiert werden.

Saarburg-Beurig. Die Aktiven von Saarburgs größtem Verein, dem Sportverein Tus Fortuna, fiebern dem Spatenstich seit langem entgegen. In einer gemeinsamen Sitzung des städtischen Bau- und des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses Anfang September 2008 wurde die Entwurfsplanung für das neue Sportplatzgelände erstmals öffentlich präsentiert (der TV berichtete).

Inzwischen ist die Umsetzung in greifbare Nähe gerückt.

Auf dem bisherigen Sportplatz des 16. französischen Jägerbataillons mitten im Kammerforst sind erste Spuren des im wörtlichen Sinne - Umbruchs - sichtbar. Eine Baumreihe ist abgeholzt, die Erde aufgewühlt. Seit vergangenem Freitag sind die Kanal- und Wasserleitungen auf dem Gelände verlegt. Strom und Gasanschlüsse sollen in diesen Tagen in die Erde kommen.

In der Stadtratssitzung heute Abend stehen die Auftragsvergaben für die Gewerke auf der Tagesordnung. Abhängig vom Wetter sollen im Laufe des Aprils die weiteren Arbeiten beginnen. "Zunächst werden die notwendigen Drainagen gelegt und die Tiefbau-Arbeiten gemacht", erläutert Stadtbürgermeister Jürgen Dixius. Im Anschluss daran wird der Kunstrasenplatz mit einer 400-Meter-Tartanlaufbahn angebracht. Ein 105 mal 68 Meter großes Fußballfeld, eine 110 Meter Sprintstrecke für Hürdenläufer, eine Weitsprunggrube und eine Kugelstoßanlage sieht die Planung vor. Die gesamte Fläche wird mit einer Flutlichtanlage ausgestattet und eingezäunt. Im nächsten Schritt ist der Bau des eingeschossigen Umkleidegebäudes mit einer breiten Terrasse, Schiedsrichterräumen, einem Lager-, Wasch- und Veranstaltungsraum sowie Duschen und Toiletten vorgesehen. Bis Ende des Jahres sollen Gebäude und Sportplatz fertiggestellt sein.

Die Zufahrt erfolgt über die Schadallerstraße, bei großen Veranstaltungen auch über die Königstraße. Parkplätze seien mehr als ausreichend vorhanden. Etwa 150 Plätze stünden am Jugendzeltplatz und vor dem künftigen Sportplatz zur Verfügung. Zusätzlich werde ein Streifen hinter dem Platz am Waldrand angelegt.

Hauptnutzer der neuen Anlage wird der Tus Fortuna mit seinen Abteilungen, allen voran die Fußballer und Leichtathleten. "Vereine von außerhalb oder auch Privatpersonen können nach Absprache die Anlage ebenfalls nutzen", verspricht Dixius. "Allerdings müssen wir wissen, wer auf der grundsätzlich nicht geöffneten Anlage ist, denn bei der Investition können wir es nicht verantworten, dass sie innerhalb kurzer Zeit sanierungsbedürftig ist."

Ein Platzwart werde nur zeitweise eingesetzt.

Rund zwei Millionen Euro werden in Beton und Kunstrasen versickern. Finanziert wird das Projekt über den Verkauf des alten Sportzentrums Friedensaue sowie über Zuschüsse. Mit rund 633 000 Euro aus dem Fördertopf "Sportstättenbau" springt das Land Rheinland-Pfalz bei, der Kreis unterstützt den Neubau mit knapp 160 000 Euro.

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