Bald wieder ein Schmuckstück

Oberbillig. Baumaschinen, aufgerissene Straßen und Umleitungen prägen seit Monaten das Ortsbild der Obermoselgemeinde. 2,8 Millionen Euro sollen allein in diesem Jahr in verschiedene Bau- und Erschließungsmaßnahmen investiert werden.

Einstimmighat der Gemeinderat den Haushalt beschlossen, der Ausgaben voneiner Million Euro im Verwaltungshaushalt und knapp 2,9 MillionenEuro im Vermögenshaushalt vorsieht. Zur Finanzierung derInvestitionsmaßnahmen werden 854 370 Euro an Kreditenaufgenommen. Den größten Betrag macht mit 1,77 Millionen Euro die Erschließung des Baugebietes "Im Pieter" aus. 51 Baustellen sollen am Friedhof entstehen. Bereits vor zwei Jahren hatte die Gemeinde das Gelände für 475 000 Euro erworben. Zwar belaste die Erschließung den Haushalt, jedoch handele es sich hierbei lediglich um eine Vorfinanzierung, die durch den Verkauf der Grundstücke wieder ausgeglichen werden könne, sagt Ortsbürgermeister Reinhard May.

Es lägen über 60 Anfragen von Grundstücksinteressenten vor, 20 hätten feste Kaufabsichten. May: "Ich hoffe, die restlichen Grundstücke bis Ende Mai verkaufen zu können." Mit dem Vorstufenausbau wurde bereits begonnen.

Gestaltung der Moselallee

Schwere Bagger, Bauarbeiter und Absperrungen bestimmen seit Monaten das Bild am Moselufer. "Im Zuge der Errichtung der Hochwasserschutzanlage soll auch die Moselstraße dorfgerecht ausgebaut und komplett neu gestaltet werden", sagt Ortsbürgermeister May. Gepflasterte Regenrinnen und Gehwege, eine ansprechende Straßenbeleuchtung und Grünanlagen sollen das Moselufer wieder zu einem Schmuckstück der Gemeinde machen. Zudem werden Kanalisation und Hausanschlüsse saniert.

Durch das Dorferneuerungsprogramm wird die Freifläche vor der Fähranlegestelle und der Vorplatz vor dem "Haus der Fischerei" neu gestaltet. "Zur Gestaltung der Moselallee erhoffen wir uns Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm und Landeszuweisungen", sagt Reinhard May.

863 000 Euro sind für die Arbeiten am Moselufer im Haushalt eingeplant. Abzüglich der Zuschüsse und Beiträge würde die Gemeindekasse mit rund 200 000 Euro belastet. Zwar rechnet May nicht damit, dass die Zuschüsse noch in diesem Jahr fließen werden, mit den Arbeiten soll aber dennoch begonnen werden. "Der Hochwasserschutz soll bis September fertig gestellt sein. Die Anwohner ertragen die Bauarbeiten mit großer Geduld. Wir wollen möglichst schnell fertig werden", sagt der Ortsbürgermeister.

Auch auf der Baustelle entlang der Ortsdurchfahrt der B 419 zeichne sich ein Ende ab. Dort wurden im Zuge des Straßenausbaus die Gehwege und Grundstückseinfahrten erneuert. Derzeit wird der Einmündungsbereich zur Brückenstraße umgestaltet, eine Verkehrsinsel und neue Schutzplanken wurden bereits fertig gestellt. Auf der Freifläche im Kreuzungsbereich soll ein Gebäude sowie eine Grünanlage und ein Parkplatz entstehen. "Ein kleiner Dorfladen könnte hier das touristische Angebot bereichern", meint der Ortsbürgermeister.

Baumaßnahmen auch in Zukunft

Von den Kosten in Höhe von 217 500 Euro müsse die Gemeinde abzüglich der Zuweisungen und Beiträge knapp 37 000 Euro tragen. Weitere Baumaßnahmen würden auch in Zukunft auf die Bürger zu kommen, sagt May. "Unsere Straßen sind durch die Baumaßnahmen arg in Mitleidenschaft gezogen und müssen nach und nach repariert werden."