Barrierefreier Zugang zum Bürgerraum

Barrierefreier Zugang zum Bürgerraum

Der Wawerner Ortsgemeinderat hat den barrierefreien Ausbau des Hirschkornhauses auf den Weg gebracht. Weil Anwohner ihre Flächen nicht für die Zufahrt zum Dorfgemeinschaftsraum hergeben wollten, musste der Rat noch einmal umplanen.

Wawern. Statt einer transportablen Rampe muss ein gepflasterter Zuweg her. Der Ortsgemeinderat in Wawern hat in seiner jüngsten Sitzung die Pläne für den Dorfgemeinschaftsraum im Hirschkornhaus geändert, weil ein Anlieger der Ortsgemeinde kein Wegerecht auf seinem Grundstück einräumen wollte.
Das Hirschkornhaus in Wawern steht neben der alten Synagoge. Bis zur Zwangsumsiedlung der Wawerner Juden 1938 nach Trier gehörte das Haus der jüdischen Viehhändlerfamilie Hirschkorn. Aktuell sind in dem Gebäude einige Gemeindebüros untergebracht.
Der linke Flügel im Erdgeschoss, in dem sich neben einem großen Raum noch ein historischer Backofen und ein altes Bad befinden, soll künftig für einen Seniorentreff und als Dorfgemeinschaftsraum genutzt werden. Außerdem soll er als Clubraum für den Heimatsingkreis sowie als Künstlergarderobe bei Kulturveranstaltungen in der Synagoge dienen. Auch Wawerner Vereine können dort künftig ihre Sitzungen abhalten. "Dadurch ist eine größtmögliche Nutzung der Räumlichkeiten gewährleistet", sagt Ortsbürgermeister Franz Zebe.
Warten auf Zuschüsse


Während für den barrierefreien Zugang bisher ausschließlich eine Rampe an der Hausfront zum Dorfplatz hin vorgesehen war, wird nun zusätzlich hinter dem Gebäude eine Zufahrt gebaut. Dank dieser Lösung müssen keine Privatflächen mehr als Überfahrfläche in Anspruch genommen werden.
Ein Zuschussgeber muss die Planung noch genehmigen, dann soll laut Zebe mit den Bauarbeiten begonnen werden. Wawern bekommt bei etwa 50 000 Euro Gesamtkosten insgesamt 33 000 Euro Zuschüsse: 25 000 aus dem Leader-Programm der Europäischen Union, 5000 aus der Kreisstiftung und 3000 Euro von der Kulturstiftung der Sparkasse Trier-Saarburg. cmk
Extra

Der Gemeinderat hat den Forstwirtschaftsplan für 2012 verabschiedet. Voraussichtlich weist der Jahresabschluss einen Gewinn von 833 Euro aus. Neue Friedhofsgebührensatzung verabschiedet: Künftig kosten ein Normalgrab 1330 Euro, ein Kindergrab 1050 Euro und ein Urnengrab 180 Euro. Das Ausheben der Gräber übernimmt der Bürgerservice. Wawern nimmt 2012 an dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teil. Die Ortsgemeinde nimmt am Kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz teil. Dazu hat sie einen Konsolidierungsvertrag abgeschlossen. Jährlich muss Wawern nun 11 700 Euro einbringen. Dazu hat der Gemeinderat die Grundsteuern A (für land- und forstwirtschaftliche Flächen) und B (für bebaubare Flächen) erhöht. Grundstücksbesitzer müssen pro Jahr etwa 50 bis 60 Euro mehr zahlen. Der Naturpark Saar-Hunsrück hat ein Faltblatt über das Naturschutzgebiet Wawerner Bruch finanziert. Ortsbürgermeister Franz Zebe hat in der Gemeinderatssitzung einen Entwurf präsentiert. Das Faltblatt erscheint in einer Auflage von 5000 Exemplaren am Samstag, 28. April, am Tag der Eröffnung des neuen Naturpfads durch das Feuchtgebiet. cmk

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