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Barrierefreihe Toiletten und schnelles Internet für Onsdorf

Politik : Barrierefreihe Toiletten und schnelles Internet für Onsdorf

Ganz alltägliche und doch wichtige Probleme diskutierte der Onsdorfer Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Thema waren die Einrichtung einer barrierefreien Toilette im Bürgerhaus und ein Standort für einen Sammelcontainer für Bio­tüten. Darüber hinaus informierte Ortsbürgermeister Klaus Fuchs, dass im August und September 2018 ein Glasfaserkabel für schnelles Internet in Onsdorf verlegt werden soll.

In Onsdorf herrscht schon lange das Gefühl, in Bezug auf schnelles Internet vom Rest der Republik abgehängt zu sein. Ratsmitglied Armin Steffes (WG Steffes/Schartz) berichtete beispielsweise, dass er zum Herunterladen von Software mit seinem Computer zu Freunden fährt, weil die Verbindung in Onsdorf nicht geeignet ist, große Datenmengen über das Internet zu beziehen. „Die Firmen verkaufen ja schon lange keine CD-Roms mehr. Es gibt nur noch den Download über das Internet“, beklagt Steffes. Fuchs machte nun Hoffnung, dass dieses traurige Kapitel in der Onsdorfer Ortsentwicklung demnächst geschlossen werden kann. „Im August und im September wird die Firma Innogy ein Glasfaserkabel im Ort verlegen“, kündigte er an. Das Kabel werde von Kümmern aus herangeführt.

Das Onsdorfer Bürgerhaus wird aber möglicherweise weiter komplett ohne Internetanschluss bleiben. „Für einen Internetanschluss benötigt man einen Telefonanschluss, und den hat das Bürgerhaus nicht“, sagte Fuchs. Der Grund: Die Telekom verlegt pro Grundstücksparzelle nur einen Anschluss. Der Anschluss für die Parzelle, auf der das Bürgerhaus liegt, ist aber schon für das frühere Lehrerwohnhaus „verbraucht“. Fuchs wird sich bei der Telekom erkundigen, ob eine Verlängerung des Anschlusses hin bis zum Bürgerhaus möglich ist.

Grundsätzlich geklärt ist aber, dass das Bürgerhaus eine barrierefreie Behindertentoilette bekommen soll. Die Investitionskosten betragen ca. 62 000 Euro, wovon 30 000 Euro durch einen Landeszuschuss abgedeckt werden. Die Ortsgemeinde erbringt in Eigenleitung 11 000 Euro durch Arbeiten, die von ortsansässigen Fachleuten ehrenamtlich ausgeführt werden. 21 000 Euro müssen über einen Kredit finanziert werden. Wann es mit den Umbauarbeiten im Bürgerhaus losgehen soll, wurde noch nicht konkret festgelegt.

Dann wurde noch über einen geeigneten Standort für einen Sammelcontainer für den Biotüten-Abfall diskutiert. Ratsmitglied Sebastian Jacobs (SPD) fuhr mit seinen Biotüten bislang nach Tawern – „Dicke Maden am Container“ – oder Nittel: „Alles tiptop!“. Die anderen Ratsmitglieder konnten keine eigenen Erfahrungen über die Geruchsbelästigung und Sauberkeit rund um einen Biomüll-Sammelcontainer einbringen.

Man beschloss, den Biotüten-Sammelcontainer zunächst bei den Altglascontainern in der Ortsmitte aufstellen zu lassen. Jacobs berichtete, dass die neuen Container eine automatisch schließende Klappe hätten, was die hygienische Situation sehr positiv beeinflusst hätte. Das überzeugte dann auch Armin Steffes, der schräg gegenüber vom zukünftigen Containerstandort wohnt.

Weitere Beschlüsse: Der Ortsgemeinderat erteilte sein Einverständnis zu einer Bauvoranfrage, ein Einfamilienhaus zwischen der L135 und dem Bürgerhaus bauen zu können und würde die Erschließung über ein gemeindeeigenes Grundstück an der Landesstraße ermöglichen.

Die Ortsgemeinde Onsdorf wird keine Vorschläge für das Amt eines Schöffen einreichen. Im Rahmen der Gemeindehaushaltsverordnung ist die Ortsgemeinde verpflichtet, mindestens halbjährlich über den Stand der finanziellen Entwicklung im Vergleich zum Haushaltsplan zu informieren. In Onsdorf werden die Ratsmitglieder zukünftig über eine Anlage zur Sitzungsniederschrift diese Informationen erhalten.