Bauausschuss diskutiert über Förderprogramme für die Stadt Konz

Stadtentwicklung : Sorgenkind Stadtbibliothek

Bei den Plänen für das Gebäude in der Konzer Konstantinstraße 50 drängt die Zeit. Dies wurde deutlich, als der Bauausschuss über die Stadtentwicklungsprogramme Aktives Stadtzentrum und Soziale Stadt diskutiert hat.

Ute Musti ist in der Konzer Verwaltung zuständig für die Beantragung von Fördergeld für die beiden Städtebauprogramme Aktives Stadtzentrum und Soziale Stadt. Und der Job ist nicht gerade einfach. Denn Mustis Aufgabe ist es, den Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt Konz ellenlange Tabellen über beantragte, bereits genehmigte und schon ausgezahlte Fördermittel so aufzubereiten, dass das Gremium mit den Informationen Entscheidungen treffen kann. Das Problem dabei ist, dass die Finanzierungspläne  für beide Programme laufend angepasst werden müssen.

Und da hat die Stadt Konz ein besonderes Sorgenkind: Bei der Konzeption für das Programm Aktives Stadtzentrum geht es um die Einbindung des ehemaligen Zettelmeyer-Verwaltungsgebäudes, das die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und viele andere wichtige Institutionen beherbergt. Trotzdem ist noch immer vollkommen unklar,  in welcher Form die millionenschwere Sanierung des Gebäudekomplexes in der Konstantinstraße 50 in das Programm Aktives Stadtzentrum eingebunden werden kann.

Mit einer Gebietserweiterung würde sich vermutlich auch der Förderrahmen vergrößern. Doch die notwendigen Planungen sind nicht abgeschlossen. Noch immer fehlt zum Beispiel auch ein tragbares Raum- und Nutzungskonzept, das von den Mitgliedern des Bauausschusses schon seit mehreren Jahren gefordert wird.

Bürgermeister Joachim Weber weist in der Ausschusssitzung darauf hin, dass sich die Konzer Politik in einer Zwickmühle befindet, weil die Förderprogramme langsam auslaufen. Bei den Planungen für das Aktive Stadtzentrum Konz-West sei jetzt Halbzeit. Und beim Projekt Soziale Stadt Konz-Karthaus befinde man sich bereits in der Endphase. Er stellt klar, dass die Investitionspläne „verschlankt“ werden müssten: „Im Investitionsprogramm soll nur stehen, was auch Aussicht auf Realisierung hat“, sagt er. „Da ist jetzt kein Platz mehr für Planungen, die erst nach Beendigung der Förderprogramme umgesetzt werden können.“ Mit Blick auf die Konstantinstraße 50 bedeutet das, dass die Zeit drängt.

In diesem Zusammenhang verweist die Verwaltung darauf, dass Stadtplanung ein dynamischer Prozess sei, bei dem sich laufend Änderungen ergeben und neue Erkenntnisse und Anforderungen eingearbeitet werden müssen.   Unter diesen Voraussetzungen wundert es dann nicht, dass die beantragte Fördersumme für das Aktive Stadtzentrum im Jahr 2018 „nur“ 266 000 Euro betragen wird. „Die Mittel für die Umgestaltung des Bereichs am Saarufer und den Maiers­park seien bereits bewilligt und bräuchten daher nicht noch einmal aufgeführt zu werden“, erläutert Bürgermeister Weber.

In Karthaus werden 2018 im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt für die Platzgestaltung rund um die evangelische Kirche und den Brunoplatz 527 000 Euro beantragt.