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Bauausschuss Konz für Radverkehrskonzept und Pendlerradroute

Verkehr : Konz treibt Radkonzept voran

Der städtische Bauausschuss hat sich für die von der Verwaltung vorgeschlagene Streckenführung der Pendlerradroute nach Trier ausgesprochen.

Der Bauausschuss der Stadt Konz hat in seiner jüngsten Sitzung zum zweiten Mal in Folge das Radverkehrskonzept für die Stadt sowie die innerstädtische Streckenführung der geplanten Pendlerradroute zwischen Konz, Trier und Schweich beraten. Anders als beim ersten Termin haben Ausschussmitglieder positive Beschlüsse zu beiden Themen gefasst. Damit ebnet das Gremium den Weg für die Pendlerradroute, die über mehrere Fahrradstraßen und Schutzstreifen vom Bahnhof Konz bis zum Karthäuser Moselufer und von dort weiter nach Trier führen soll (der TV berichtete).

Kritik an der Streckenführung äußerte Ausschussmitglied Laura Malburg (Die Grünen). Sie beklagte, dass vorgesehen sei, die Konstantinstraße von der Bahnhofstraße bis zur Granastraße zu einer Fahrradstraße zu machen. Die Straße ist bisher ein verkehrsberuhigter Bereich, in dem Schrittgeschwindigkeit gilt. In einer Fahrradstraße dürften alle Verkehrsteilnehmer jedoch bis zu 30 Kilometer pro Stunde fahren. Aus Malburgs Sicht geht die Veränderung zu Lasten der Fußgänger in der Konstantinstraße. Besonders betroffen seien Schüler auf dem Schulweg, Senioren aus dem benachbarten Seniorenhaus zur Buche und die Bewohner des Lebenshilfe-Wohnheims in diesem Bereich. Malburgs Nachfrage, ob man nicht den verkehrsberuhigten Bereich innerhalb der Pendlerradroute erhalten könne, verneinte Guido Wacht, hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Konz. Aus Sicht der Gutachter und Experten sei die Ausweisung der Konstantinstraße als Fahrradstraße notwendig.

Ein Blick in die Standards für Pendlerradrouten und Radschnellwege in Rheinland-Pfalz – im Internet einsehbar unter radwanderland-fachportal.de – gibt Aufschluss: Verkehrsberuhigte Bereiche sind dort zwar nicht explizit als Ausschlusskriterium aufgeführt, aber auf der gesamten Route soll eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde möglich sein. Das Tempo würde durch einen verkehrsberuhigten Bereich mit Schrittgeschwindigkeit deutlich ausgebremst. Trotz ihrer Einwände stimmte letztlich auch Malburg der Wegeführung zu.

Das Fahrradverkehrskonzept mit mehr als 60 Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in Konz hat der Ausschuss ebenfalls verabschiedet. Enthalten sind darin Fahrbahnsanierungen, das Erstellen von Schutzstreifen, aber auch das Aufstellen von Fahrradständern oder das Abbauen von Fahrbahnverengern. Dieter Klever (FWG), Ortsvorsteher des Konzer Tälchens, regte noch die Aufnahme einer zusätzlichen Beschilderung einer alternativen Wegführung durchs Tälchen an.

Der Ausschuss formulierte folgende Beschlussempfehlung für die Stadtratssitzung am Dienstag, 30. Juni: „Der Stadtrat nimmt das Radverkehrskonzept und die sich daraus ergebenden Empfehlungen der Gutachter zur Kenntnis und beschließt die einzelnen Maßnahmen in den nächsten Jahren zu beraten und abzuarbeiten.“ Weiter heißt es: Jede Maßnahme müsse noch einzeln beschlossen werden, bevor sie umgesetzt werden könne.