Baufahrzeuge sollen mobil bleiben

Baufahrzeuge sollen mobil bleiben

TAWERN. Zum Austausch über die vorrangigen Landesstraßen-Bauprojekte der kommenden Jahre setzten sich die Bürgermeister der sieben Verbandsgemeinden (VG) im Kreis Trier-Saarburg mit Staatssekretär Günter Eymael zusammen. Ein dringliches Projekt jeder VG nahm Eymael auf einer "Wunschliste" mit zurück nach Mainz.

CDU-Landtagsabgeordneter Dieter Schmitt ist bekannt für seine Stellungnahmen und Resolutionen, die er vor allem zum Themenkomplex Entwicklung des ländlichen Raums aufsetzt - oder zumindest - mit initiiert. Der Ausbau der Straßen im Kreis Trier-Saarburg liegt dem 60-Jährigen besonders am Herzen. So hat er einen ohnehin geplanten Besuch des Staatssekretärs Günter Eymael in Trier um ein Fachgespräch zum Thema Landesstraßen in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg erweitert."Miserabel angebunden"

Nach dem nicht öffentlichen Treffen zwischen Günter Eymael, dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster (CDU), Landrat Richard Groß, Dieter Schmitt, dessen Landtagskollegen Manfred Nink (SPD) und den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden des Kreises Trier-Saarburg wurde die Presse in Tawern über Ergebnisse informiert. Der Treffpunkt Tawern war nicht zufällig gewählt. Auf dem Fellericher Plateau sollte sich Eymael ein Bild von der Situation der L 136 zwischen Temmels und Fellerich machen. Der mittelfristige Ausbau dieser Straße und die Entschärfung der Gefahrenpunkte hat die Verbandsgemeinde Konz prioritär eingestuft. Mehr als 2500 Menschen aus der Verbandsgemeinde Konz arbeiten nach Auskunft Schmitts derzeit in Luxemburg und nutzten diese Strecke täglich. Sie sei nicht nur wegen der vielen Kurven gefährlich und dadurch, dass sie für den Schwerlastverkehr offen ist. "An einigen Stellen ist die Straße so eng, dass nur zwei schmale Wagen aneinander vorbeikommen", meinte Schmitt. Bürgermeister Winfried Manns (VG Konz) betonte: "Wenn die 180 Hektar große geplante Ferienanlage auf dem Fellericher Plateau kommt, wofür die Zeichen gut stehen, ist der Ausbau sehr wichtig. Die gute Erreichbarkeit der Anlage ist das A und O." Staatssekretär Günter Eymael fing den Ball auf und versicherte: "Wir werden dafür Sorge tragen, dass die Fremdenverkehrs-Regionen erreichbar sind. Wir möchten die Mobilität der Menschen erhalten und wollen, dass es keine Entleerung der ländlichen Regionen gibt." Dieter Schmitt erläuterte, was ihm und den Vertretern der Region wichtig ist: "Uns wurde immer gesagt, wir sollten uns im Kreis Trier-Saarburg nicht beschweren. Aber wir haben die wenigsten Landesstraßen und sind verkehrsmäßig miserabel angebunden. Deshalb ist unser Ziel, dass wir uns mit unseren Vorstellungen zumindest in einem Zeitrahmen von zehn Jahren wiederfinden." Deshalb waren die Bürgermeister der Verbandsgemeinden aufgefordert worden, jeweils ein besonders dringliches Landesstraßen-Projekt zu benennen. Für die VG Konz ist dies die L 136 (Temmels - Fellerich), für die VG Saarburg die L 134 (Saarburg - Wincheringen), für die VG Hermeskeil die L 147, Ortsdurchfahrt Gusenburg, für die VG Kell die L 143 (Kell - Hinzenburg), für die VG Schweich die L 48 (Leiwen - Zummet), für die VG Trier-Land die L 43 Ortsausgang Aach-Beßlich und für die VG Ruwer die L 146 (Pluwigerhammer - Schöndorf). Dieser "Wunschliste" der Verbandsgemeinden setzte Eymael nichts entgegen, betonte jedoch, dass alle Projekte nicht im Doppelhaushalt 2005/06 des Landes vorgesehen und frühestens in den Folgejahren 2007/08 zu berücksichtigen sind: "Um das innerhalb der kommenden acht bis zehn Jahre umzusetzen, brauchen wir etwa 25 Millionen Euro." Tawerns Ortsbürgermeister Josef Weirich stellte diese Aussicht nicht zufrieden. Er stellte fest: "Ich finde es betrüblich, dass mit einem Ausbau der L 136 vor 2007/08 wohl nichts drin ist. Das ist besonders schlecht im Hinblick auf den geplanten Ferienpark." Diese Bedenken versuchte der Staatssekretär auszuräumen: "Wenn Sonderfälle wie der Ferienpark eintreten, müssen wir sehen, dass wir das schneller hinkriegen. Wenn der Ferienpark kommt, dann reden wir miteinander."