Baugebiet erhält den letzten Schliff

Baugebiet erhält den letzten Schliff

Am Reinsfelder Ortsrand wird zurzeit der neueste Abschnitt des Neubaugebiets Flachsheide erschlossen. Im ersten sollen ab Mai die finalen Arbeiten an Gehwegen und Fahrbahnen erfolgen. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Er hatte auch über den Forsthaushalt zu beschließen, der wie gewohnt viel Grund zur Freude bot.

Reinsfeld. Einige Bewohner des Reinsfelder Baugebiets Flachsheide II waren unter den Zuhörern der jüngsten Gemeinderatssitzung. Sie interessierte vor allem, was der Rat zum finalen Ausbau ihres Wohngebiets beschließen würde. "Wir wollen im nächsten Jahr in Abschnitt eins fertig werden", kündigte Ortsbürgermeister Rainer Spies an. Das bedeutet, dass der sogenannte Endstufenausbau erfolgt: Randsteine werden gesetzt, die Gehwege angelegt und die oberste Deckschicht auf die Fahrbahnen aufgetragen. Im Mai könne es losgehen, sobald die angrenzende Kapellenstraße fertig sei (siehe Extra), sagte Planer Michael Natter, der nach einstimmigem Ratsbeschluss die Ausschreibung vorbereiten wird.
Zu entscheiden hatte der Rat auch darüber, was mit einem quer durch den ersten Bauabschnitt führenden Wirtschaftsweg passieren sollte. Ortschef Spies gab den Vorschlag in die Runde, die Verbindung als "Notweg" offen zu lassen - damit sie künftige Bauherren im zweiten Abschnitt als Transportweg nutzen könnten. Laut Spies sind dort zehn Grundstücke verkauft. "Wir werden im Frühjahr regen Baubetrieb haben." Sobald dort alles fertis sei, könne man den Wirtschaftsweg wie geplant schließen. So würden die neuen Straßen im Baugebiet geschont.
Der Rat entschied sich nach kurzer Diskussion gegen den Vorschlag. Der Weg soll nun zum Fußweg zurückgebaut und die Zufahrt von beiden Seiten versperrt werden. Dafür plädierten auch die anwesenden Anlieger, weil der Bauverkehr ohnehin über den Schillinger Weg fließen werde. An Planer Natter hatten sie die Bitte, zusätzliche Wasserabläufe anzulegen. Die vorhandenen reichten an manchen Punkten nicht aus. Der Planer bat darum, ihm die Schwachstellen mitzuteilen.
Grund zur Freude bereitete dem Rat wie so häufig der Gemeindewald. "Auf unseren Forst ist Verlass", stellte Ortschef Spies fest und überließ Revierleiter Martin Ritter die Vorstellung des Wirtschaftsplans für 2017, der anschließend einstimmig verabschiedet wurde. Ritter prognostizierte einen Überschuss von 120 000 Euro. Mehr als doppelt so hoch wird das Plus in diesem Jahr ausfallen, da ist laut Ritter mit rund 270 000 Euro zu rechnen.
Für das "sehr gute Jahr" waren laut Förster zwei Faktoren entscheidend: Der Reinsfelder Wald sei von Stürmen und Borkenkäferschäden verschont geblieben. Zudem habe der viele Regen im Frühjahr den Bäumen gutgetan. Außerdem seien die Preise für das verkaufte Holze derzeit sehr hoch und die Erntekosten zugleich niedrig, weil sich die Unternehmen "immer brutaler" überbieten würden.
Bewährt habe sich die Verabschiedung des Forsteinrichtungswerks im Sommer. Dieses Planungsinstrument legt beispielsweise für die nächsten zehn Jahre fest, wie viel Holz geschlagen werden soll. Die jährlich etwa 8200 Festmeter wolle man auch 2017 wieder erreichen, sagte Ritter. Ein Vorteil sei, dass man jetzt "viele dicke Fichten hauen" könne, deren Holz sehr gute Preise erziele. Unter den alten wüchsen bereits junge Bäume nach, so dass auch die "Nachhaltigkeit" gewährt sei.
Abschließend nannte Ritter noch zwei wichtige Termine zum Vormerken: Am 17. Dezember biete der Forst die Möglichkeit zum Weihnachtsbaumschlagen und Mitte Januar werde das Brennholz für die Bürger zugeteilt.Extra

Der Ausbau der Kapellenstraße soll laut Ortsbürgermeister Rainer Spies im April 2017 abgeschlossen sein. Die Ortsgemeinde hat ein Grundstück an der Einmündung zur Trierer Straße gekauft. Es soll genutzt werden, um einen vorhandenen Nebenweg weiter auszubauen. Über diesen Weg könnten oberhalb der Straße liegende Anwesen erschlossen werden. Zugestimmt hat der Rat einem Antrag des neuen Campingplatz-Betreibers. Dieser will auf einer bislang ungenutzten Fläche an der Parkstraße vier Stellplätze für Wohnmobile einrichten. Die Plätze sollen in diesem Winter angelegt werden. Der bisherige Betreiber der Reinsfelder Kirmes will die Veranstaltung laut Ortsbürgermeister Spies nicht mehr organisieren. Die Ortsvereine seien dazu "unter gewissen Rahmenbedingungen bereit", zögen es aber vor, zunächst nach einem neuen externen Anbieter suchen. Ein solcher sei bereits kontaktiert, teilte Spies mit. Mit der Kirmes werde es "auf jeden Fall weitergehen". cweb