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Baustelle: Zerf reagiert auf Klagen der Betriebe

Baustelle: Zerf reagiert auf Klagen der Betriebe

Hinweisschilder und Tragschicht für Poststraße geplant.

Die Ortsdurchfahrt in Zerf wird voraussichtlich noch bis Ende 2018 eine Baustelle sein. Wegen der Straßensperrung, die sich inzwischen in Richtung Ortsmitte verlagert hat, klagen einige Gewerbetreibende über Umsatzeinbußen (der TV berichtete am 6. Juni). Sie werfen der Ortsgemeinde vor, dass diese ihre Betriebe nicht bei der Beschilderung der Umleitungen im Ort unterstütze. Die Kunden wüssten deshalb nicht, auf welchen wegen sie die Geschäfte in Zerf weiterhin erreichen könnten.

Die Ortsgemeinde hat nun auf die Beschwerden reagiert. Wie Ortsbürgermeister Dieter Engelhardt (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, gibt es jeden Donnerstag um 14 Uhr ein Treffen mit Verantwortlichen auf der Baustelle. Dort könnten dringende Probleme angesprochen werden. Beim Treffen am vergangenen Donnerstag habe der Gastronom Achim Moßmann diese Gelegenheit bereits genutzt. "Er ist zurzeit besonders stark von der Baustelle betroffen, weil man nicht mehr in die Henterner Straße abbiegen kann", stellte Engelhardt fest. Die Einmündung von der Ortsdurchfahrt in die Henterner Straße ist seit Beginn des zweiten Bauabschnitts Mitte Mai nicht mehr möglich. Kunden der Pizzeria Bistro Oase, die Moßmann mit seiner Familie betreibt, gelangen nur noch über die B 268 und Baldringen dorthin.

Die Gemeinde werde Angebote für Hinweisschilder einholen, verkündete der Ortschef. Diese sollten im Ort in Höhe der Sparkasse und an der Absperrung aus Richtung Baldringen aufgestellt werden. Damit würden die Kunden informiert, wie die Betriebe in der Henterner Straße erreichbar seien.

Neuigkeiten gab es auch zur Poststraße, die derzeit für die Zerfer die einzige Verbindung von einem Ortsende zum anderen ist. Laut Engelhardt soll dort eine Asphalt-Tragschicht aufgetragen werden, um die Straße besser befahrbar zu machen. Bislang war sie nur provisorisch mit einem Schotterbelag hergerichtet worden, weil die Verbandsgemeinde-Werke dort Kanäle erneuern. Laut Ortschef sollen Ampeln sicherstellen, dass es auf der engen Straße künftig "keinen Begegnungsverkehr" mehr gibt. Dies sei zwischen Ortsgemeinde, Werken und Landesbetrieb Mobilität abgestimmt: "Und wir dritteln die Kosten."