Beatles-Medley, König der Löwen und Muppetshow

Beatles-Medley, König der Löwen und Muppetshow

Mehrere Zugaben hat das Publikum von den 30 Musikern des von Andreas Bach dirigierten Musikvereins Geisfeld erklatscht. Auch die Solodarbietungen haben die Zuhörer in hohem Maße beeindruckt.

Geisfeld. Sämtliche Register seines musikalischen Könnens hat der Musikverein Geisfeld bei seinem Jahreskonzert gezogen: mal klassisch mit einem slawischen Tanz, mal modern mit Musical und Popmusik. Die knapp 30 Musiker überzeugten mit einem Begrüßungsmarsch ebenso wie mit kriminalistischem Fingerspitzengefühl (Crime Time von Stefan Schwalgin).
Auch Musik aus der Muppet-show und ein Beatles-Medley hatten sie für ihre Zuhörer einstudiert. Genauso sicher im Griff hatten sie Steven Reinekes "Raging River". Über den majestätisch dahinziehenden Fluss schipperten sie ebenso gelassen wie entlang reißender Stromschnellen. Besonders haben die Solisten, die Querflötistinnen Judith Nisius und Sarah Räche sowie Patrick Biwer am Xylophon beeindruckt. Während die Frauen in die zauberhafte Welt von "Celtic flutes" entführten, eilte Biwer im "Zirkus Renz" (Galopp für Xylophon von Gustav Peter) davon. Der stürmische Applaus der rund 250 Besucher würdigte die herausragenden Leistungen unter Leitung von Dirigent An dreas Bach. Gekrönt wurden sie von mehreren Zugaben, energisch erklatscht von Musikfans aus der gesamten Umgebung.
Darunter Maria Biwer aus Rascheid. Das Konzert sei "wunderbar, ganz toll", lobte sie und wies stolz darauf hin: "Ich hab drei Enkelkinder Patrick, René und Melanie dabei." Zu ihrer musikalischen Familie zählten auch fünf Kinder, die jahrelang als Biwerboys unterwegs waren. "Das sind die Gene", kommentierte Nachbarin Rosmarie Lang aus Geisfeld.
Robert Hoff aus Beuren gefiel das Konzert ebenfalls. Vor allem der "König der Löwen", aber auch die schönen Solodarbietungen. Das Programm sei sehr abwechslungsreich: "Es macht richtig Spaß zuzuhören."
Vorsitzender Karl-Heinz Jüngels freute sich, auch ehemalige Aktive im Publikum zu sehen. Obschon es noch schöner wäre, "wenn ihr wieder bei uns auf der Bühne wärt", ermunterte er. Zu dem gelungenen Konzert hätten nämlich auch Aktive anderer Vereine mit beigetragen, dankte er ihnen.
Über mangelnden Nachwuchs kann er nicht klagen. Der jüngste Aktive ist Posaunist Noah, Jahrgang 2003. Außerdem sind rund ein halbes Dutzend Schüler in Ausbildung bei der Kreismusikschule. Geprobt wird regelmäßig montagabends. "Die Harmonie ist perfekt", lobte Jüngels das gute Miteinander. Als geglückte Überraschung erwies sich sein Dank an seinen langjährigen Vorgänger, Bassist Winfried Räsch, und Erwin Weber, viele Jahre Kassierer. Während des Programms moderierte Hans-Peter Peters. Das jährliche Konzert findet alle zwei Jahre im Wechsel mit Konzerten in der Geisfelder Kirche statt. Dafür studieren die Musiker immer ein völlig anderes Programm mit religiöser Literatur ein - ein weiterer Beweis ihrer musikalischen Bandbreite.
Für Bewirtung im Bürgerhaus sorgten Frauengemeinschaft und Sportverein Geisfeld. urs

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