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Behörden kämpfen gegen das Komasaufen am Bostalsee

Behörden kämpfen gegen das Komasaufen am Bostalsee

Keine Alkoholexzesse am Mai-Feiertag. Die Verwaltung des Landkreises St. Wendel sowie die Polizei wollen deshalb am Freitag, 1. Mai, gemeinschaftlich scharf kontrollieren. Wie ein Sprecher des zuständigen Landratsamts mitteilt, stehen demzufolge Kontrolleure bereits auf den Wegen zum Bostalsee.

Nohfelden/Bosen. Hochprozentiges ist für Kinderkehlen verboten. Doch daran halten sich längst nicht alle. In den Vorjahren hat dies am 1. Mai, dem klassischen Wandertag im Saarland, zu teils erheblichen Exzessen rund um den Bostalsee geführt. Ein Aktionsplan soll vorbeugen.
So stehen Glasflaschen und Bierkästen auf der Liste mit Dingen, die am Tag der Arbeit draußen bleiben müssen. Polizei, Kreisordnungsamt, eine private Sicherheitsfirma und Mitarbeiter der Nohfelder Ortspolizeibehörde teilen sich die Arbeit, Betrunkene aus dem Verkehr zu ziehen. Insbesondere Jugendliche seien im Visier. Das Jugendamt werde sich im Nachklapp mit jenen Eltern auseinandersetzen, deren Kinder besoffen angetroffen werden.
Grund für diese klare Ansage sind Erfahrungen aus den Vorjahren. Teils dramatische Auswüchse am Bostalsee, die der Polizei zu entgleiten drohten, von Notarzteinsätzen bis hin zu Klinikaufenthalten wegen Alkoholvergiftung, hatten Behörden auf den Plan gerufen, weit im Vorfeld durch Absprachen und Aktionspläne entgegenzuwirken.
In diesem Zusammenhang machen Jugendamtsmitarbeiter auf das Jugendschutzgesetz aufmerksam. Dies verbietet jungen Menschen unter 16 Jahren komplett, Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken.
Harter Stoff wie Schnaps sind unter 18 Jahren tabu. Auch Verkäufer werden in die Pflicht genommen: Wer dagegen verstößt, Hochprozentiges an Minderjährige verkauft, muss mit einer Anzeige rechnen. red