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Bei Straßenarbeiten nimmt Stadt an Fahrt auf

 Der Kreisel am Fruchtmarkt ist seit Sommer 2012 fertig. Die Gestaltung des Umfelds ist 2013 eine der größten Investitionen in Saarburg. TV-Foto: Archiv/Falk Straub
Der Kreisel am Fruchtmarkt ist seit Sommer 2012 fertig. Die Gestaltung des Umfelds ist 2013 eine der größten Investitionen in Saarburg. TV-Foto: Archiv/Falk Straub
Saarburg. Investitionen in Portzer Straße, Fruchtmarkt und die Burganlage gehören zu den größten Posten im neuen Haushalt der Stadt Saarburg. Geplant sind 2013 Ausgaben von 3,5 Millionen Euro. Der TV zeigt, wo das Geld hinfließt. Marie-Cathérine Fromm

Saarburg. Der Saarburger Stadtrat hat am Donnerstagabend über den Haushalt für das Jahr 2013 beraten. Die Mitglieder haben den neuen Haushaltsplan mit Ausgaben von 3,5 Millionen Euro einstimmig verabschiedet. Der TV gibt einen Überblick, wo die Stadt in den kommenden Monaten investieren will.

Straßen: Der Ausbau von Straßen verschlingt im Haushalt einen Großteil der anstehenden Investitionen. Ein Schwerpunkt ist 2013 der Ausbau der Portzer Straße, der mit 452 000 Euro zu Buche schlägt. Stadtbürgermeister Jürgen Dixius (CDU) ist allerdings wenig zuversichtlich, dass die hierfür eingeplanten Zuschüsse in diesem Jahr bewilligt werden. Geplant sind außerdem der Endstufenausbau in Berggarten-Walles und die Fertigstellung der Verlängerung der Sarrebourgstraße. Der Ausbau von Bahnhofstraße und Waldesruh sollen 2014 erfolgen.
Für die Sanierung weiterer Straßen nimmt Saarburg 200 000 Euro in die Hand. Dixius betont, dass die Summe "bei Weitem nicht ausreichend ist", um alle maroden Straßen zu verarzten. In den vergangenen Jahren hat die Stadt bereits 700 000 Euro in Ausbesserungsarbeiten gesteckt.

Plätze: Der Umbau des Fruchtmarkts, der bereits läuft, ist einer der größten Posten im Haushalt 2013. Für die Gestaltung sind insgesamt 320 000 Euro eingeplant. Ein neues Gesicht erhält auch der Heckingplatz, wo bis zum Sommer 62 Parkplätze für Autos und sechs Stellplätze für Touristenbusse entstehen. Die Kosten liegen bei 140 000 Euro. Mit der Anpassung der Beschilderung soll so das Parkplatzangebot in der Stadt verbessert werden.
Weiter investiert wird auch in Kahren. Neben dem Ausbau der Portzer Straße steht in diesem Jahr die Gestaltung des Dorfplatzes für 114 000 Euro an. Die Sanierungsmaßnahmen im Stadtteil sollen bis 2018 abgeschlossen sein. In Beurig haben - neben den umfassenden Maßnahmen der Konversion - die Umgestaltung des Bahnhofsbereichs und der Bahnhofstraße Priorität. Die Umsetzung soll ab 2014 erfolgen.

Kindergärten: Nach dem Neubau der Kindertagesstätte (Kita) in Beurig stehen 2013 die Sanierung und Erweiterung der Kita Saarburg an. Derzeit kann die Stadt den gesetzlichen Anspruch auf Kindergartenplätze erfüllen. Dixius geht aber davon aus, dass Saarburg schon in den nächsten beiden Jahren nachrüsten muss. Der Stadtbürgermeister schlägt vor, mit Betroffenen in Hosteberg, Rehlinger Hof, Fisch und Mannebach über den Neubau einer kleineren Kita nachzudenken. Dixius: "Ich bin ein Verfechter kurzer Wege."
Neue Kinderspielplätze sind dieses Jahr in Kahren und Beurig geplant. Die Spielplätze auf dem City-Parkplatz und in Niederleuken werden saniert.

Gebäude und Anlagen: Für den Erhalt der Burganlage sind 300 000 Euro veranschlagt. Derzeit läuft der Förderantrag für ein Bundesprogramm, bei dem Sanierungsmaßnahmen über 600 000 Euro übernommen werden könnten. Die Chancen auf den Zuschuss stehen nach Dixius gut. Die Stadt setzt außerdem ihre Investitionen in die sechs Friedhöfe fort. Schwerpunkt ist in den kommenden Jahren der Friedhof Friedensaue.
In Glockengießerei und Mehrgenerationenhaus sollen die Arbeiten 2013 mit dem Ausbau des Gewölbekellers abgeschlossen werden. Nach der Sanierung des Rathauses kümmert sich die Stadt als nächstes um das Amüseum. Das Angebot im Haus soll erweitert werden.Extra

Der Haushalt der Stadt Saarburg weist 2013 ein Defizit von 786 700 Euro auf. Die Gesamtschulden aus Investitionskrediten betragen 5,6 Millionen Euro; dafür fallen 209 000 Euro Zinsen an. Damit hat sich die Verschuldung je Einwohner seit 2003 um 49 Prozent von 1627 Euro auf 808 Euro reduziert. Erstmals seit acht Jahren plant die Stadt eine Kreditaufnahme in Höhe von 300 700 Euro. maf