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Bei Wellen in der Obermosel versunkenes Auto im zweiten Anlauf gefunden

Spezialeinsatz : Versunkenes Auto im zweiten Anlauf gefunden

Neuerliche Suchaktion am Donnerstag in der Obermosel bei Wellen nach zwei Stunden von Erfolg gekrönt. Doch die Fundstelle erstaunt Experten.

Nachdem am Dienstag ein Geländewagen der Marke Ssangyong auf spektakuläre Weise über die Bundesstraße 419 weiter über eine Wiese in die Mosel gerollt ist (der TV berichtete), hat am Donnerstag um 8.30 Uhr das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) die Suche wieder aufgenommen.

Vorausgegangen  war ein fast neunstündiger Sucheinsatz am Dienstag unter Beteiligung von Feuerwehr, Polizei und dem WSA. Die Suche musste ergebnislos abgebrochen werden. Am Maifeiertag wurden die Suche nach dem Auto ausgesetzt und die zuvor abgeschalteten Turbinen des Kraftwerks wieder in Betrieb genommen. Am frühen Donnerstagmorgen wurden schließlich die Turbinen wieder abgeschaltet und die rechte Seite der Staustufe geschlossen. „Andernfalls wäre für die Taucher die Gefahr zu groß, dass sie durch die starke Strömung abgetrieben werden“, erklärt Erwin Eichholz von der WSA-Außenstelle Wincheringen.

Nachdem das Kranschiff Bisam an der Einsatzstelle eingetroffen war, begann auch der Tauchgang für den ersten Berufstaucher des WSA. Er durchkämmte die Mosel systematisch ab dem Ort, an dem das Auto untergegangen war, fortlaufend in Richtung der Schleuse. Gleichzeitig kam ein Sonarboot zum Einsatz. Dabei wurde ein am Dienstag verloren gegangener Anker gefunden und wieder an Land gebracht.

„Der Taucher tastet sich nun Schritt für Schritt, die Sicht ist sehr trüb, so dass man kaum etwas sehen kann“, so Eichholz. Nach genau zwei Stunden Sucheinsatz wurde schließlich das gesunkene Auto  vom Sonarboot geortet. Es lag etwa 40 Meter vom Ufer entfernt. Der Taucher konnte zunächst einmal aufsteigen und sich fertig machen für die Bergung mit den Seilen unter Wasser. „Wir sind doch verwundert über die Fundstelle“, staunte  der Fachmann. Denn die liegt wenige Meter oberhalb der Stelle, an der das Fahrzeug untergegangen war. Des Rätsels vermutliche Lösung: Das ging wohl langsam schwimmend unter, während sich zeitgleich die Schleusenkammer füllte. So entsteht ein Sog, und das Auto wurde nicht abgetrieben, sondern weiter flussaufwärts.

Der Taucher befestigte schließlich unter Wasser an dem PKW mehrere Seile, so dass dieser mit einem Kran angehoben und schließlich an Land geschleppt werden konnte.

Zahlreiche Schaulustige erlebten den nicht alltäglichen Einsatz vom Ufer aus.

 Mit dem Kranschiff Bisam wird das in die Mosel gerollte Auto geborgen und an Land gehievt.
Mit dem Kranschiff Bisam wird das in die Mosel gerollte Auto geborgen und an Land gehievt. Foto: Wilfried Hoffmann

Die Autobesitzer müssen nun das total beschädigte Wrack abschleppen lassen. Erwin Eichholz ist erleichtert. „Wir sind froh, dass wir in  relativ kurzer Zeit das Auto finden konnten und ohne Probleme bergen konnten.“