Beigeordneter tritt zurück

Nohfelden · Edgar Lorig ist als Beigeordneter der saarländischen Gemeinde Nohfelden zurückgetreten. Er teilte seine Entscheidung Bürgermeister Andreas Veit am Freitag mit. Dafür machte der Ortsvorsteher von Eisen "gesundheitliche Gründe" geltend. Lorig hatte sich vorige Woche im Nohfelder Rat gegen den Nationalpark ausgesprochen, wurde aber überstimmt.

 Edgar Lorig gibt gesundheitliche Gründe für seinen Rücktritt an. Foto: privat

Edgar Lorig gibt gesundheitliche Gründe für seinen Rücktritt an. Foto: privat

Nohfelden. Edgar Lorig (73, SPD) ist nicht länger Beigeordneter der Gemeinde Nohfelden. Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Veit hat er am Freitag seinen Rücktritt erklärt. Einen Tag nach der Gemeinderatssitzung, in der sich der Rat mehrheitlich für das Landeskonzept zum Nationalpark eingesetzt hat. Und das gegen den Willen Lorigs, der Ortsvorsteher von Eisen ist. Der Eisener Ortsrat hatte sich gegen den Nationalpark ausgesprochen.
Aus Kreisen des Gemeinderates ist zu hören, dass sich Lorig von seinen Parteikollegen allein- gelassen gefühlt habe. Bei freier Abstimmung - ohne Fraktionszwang - stimmte neben Lorig lediglich ein SPD-Mitglied gegen den Nationalpark. Lorig gibt sich zu diesem Thema auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung wortkarg. Er nennt "gesundheitliche Gründe" für seinen Rücktritt.
Sowohl Veit als auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Heylmann bedauern diesen Schritt. Beide würdigen die Verdienste Lorigs für die Gemeinde. Veit spricht von einer "angenehmen Zusammenarbeit"; Lorig habe die Gemeinde gut repräsentiert.
CDU hat einen Sitz weniger


Bis zu einer Neuwahl im Dezember ist der Beigeordnete Werner Senges (UBNN) aus Sötern einziger Vertreter des Bürgermeisters. Nach Angaben Veits können sich die Fraktionen nun Gedanken machen, wen sie aus der Mitte des Gemeinderates in der Sitzung am 12. Dezember zum neuen Beigeordneten wählen wollen. Zünglein an der Waage könnte da der parteilose Hellmuth Noll aus Selbach (ehemals Linke) sein. Denn die CDU hat mit 16 Sitzen einen Sitz weniger, als für die Mehrheit notwendig wäre. Bei der letzten Wahl gab es, das erklärt Veit, eine knappe Mehrheit für die Kandidaten Lorig von der SPD und Senges von der UBNN. red

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