Beim „King of the Trail“ 2019 in Trassem gibt es einen neuen Rekord.

Sport : Ein Rennen mit Seele

Beim neunten „King of the Trail“ rasen 70 Mountainbiker ins Tal. Einer beschert dem kleinen, feinen Wettkampf einen neuen Rekord.

Die Strecke ist 800 Meter lang. Es gibt enge Kurven, Gräben, die überwunden werden müssen,  und es geht durch einen alten Steinbruch. Für die Fahrer, die in halsbrecherischem Tempo auf der Jagd nach der Bestzeit durch den Wald ins Tal rasen, geht es darum, die perfekte Linienführung zu finden. „Die Schwierigkeit in diesem Jahr ist der trockene Boden. Der viele Staub sorgt dafür, dass der nötige Grip fehlt“, erzählt Dietmar Schwarz vom Forstamt Saarburg, der die Fahrer bei der Zeitnahme am Ziel empfängt.

Immer wieder kommt es zu Stürzen, bei denen es zum Glück bis auf ein paar kleine Blessuren keine Verletzungen gibt. Dennoch gibt es einen neuen Streckenrekord: Konstantin Leonhardt schafft es in 68,37 Sekunden ins Ziel.

Das Freeride/Downhill-Rennen in Trassem, das von der Ortsgemeinde veranstaltet wird, ist die einzige Veranstaltung dieser Art in der Großregion. Rund 200 Zuschauer entlang der Strecke feuern die Fahrer an. Auch Fahrer aus Luxemburg, Frankreich und Belgien sind am Start. Dieses Jahr fehlen allerdings einige Lokalmatadore, die an einem parallel in Österreich stattfindenden europäischen Rennen teilnehmen.

Auch wenn das Rennen in Trassem in kleinerem Rahmen stattfindet, sind die Rückmeldungen durchweg positiv. „Die Strecke macht Spaß. Im Winter bin ich oft hier, um zu trainieren. Dafür ist die Strecke perfekt“, sagt der Luxemburger Christian Colbach. Der 35-Jährige gehört  zu den erfahreneren Teilnehmern.

Felix Schillo, 14 Jahre alt,  aus Saarbrücken ist zum zweiten Mal dabei. „Ich habe ein YouTube-Video gesehen und gedacht, das kann ich auch mal probieren“, erzählt er. „Die Strecke ist sehr angenehm zu fahren, auch wenn es etwas rutschig ist.“

Vor elf Jahren hatte ein junger Mann und leidenschaftlicher Downhillfahrer bei seinem Freiwilligen Ökologischen Jahr die Idee, die  Rennstrecke anzulegen. Sie ist frei zugänglich und wird das ganze Jahr über von jungen Leuten aus dem Ort gepflegt.
 „Es ist immer wieder grandios, wie sich die jungen Leute hier engagieren“, lobt Dietmar Schwarz. Für ihn liegt der Reiz der Veranstaltung aber nicht nur an der Strecke:  „Bei einem Profirennen würden die jungen Fahrer nie zum Zug kommen. Hier stehen sie im Mittelpunkt und werden wie die Großen behandelt und ernst genommen.“

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