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Beim neuen Spaßsport muss das Eckige ins Runde

Beim neuen Spaßsport muss das Eckige ins Runde

Es ist eine zunächst eher seltsam erscheinende und auch noch kaum bekannte Sportart, die aber im Vormarsch ist: Cornhole. Sie wird auch als der zukünftige Trend am Funsporthimmel bezeichnet. Christian Trampert aus Baldringen ist inzwischen Deutscher Meister.

Baldringen. "Bei meiner ersten Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Nendingen im Schwarzwald belegte ich im Einzelwettbewerb unter 52 Teilnehmern den dritten Platz. Deutscher Meister wurde ich zusammen mit Manfred Ullmann aus Nürnberg im Doppel", erzählt der 46-Jährige. Cornhole, auch bekannt als Bean Bag oder auch in Deutsch als Sackloch-Spiel benannt, findet immer mehr Anhänger aus allen Altersgruppen. Was ist denn nun Cornhole? Zum Spiel gehören ein Brett, mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst anzufertigen, und einige Säckchen mit Füllung. "Unsere Bretter sind der amerikanischen Variante mit den Maßen 120 Zentimeter mal 60 Zentimeter nachempfunden", sagt der Meister. An einer Seite ist es rund 30 Zentimeter erhöht und hat im oberen Teil ein Loch (Hole). Da gilt es 15 Quadratzentimeter große und mit Maiskörnern (Corn) gefüllte Säckchen reinzuwerfen und drei Punkte zu kassieren. Bleibt das Wurfgerät auf dem Brett liegen, gibt es nur einen Punkt. Trampert erzählt: "Dabei hat jeder seine eigene Technik."
Während einige Sportkameraden die Säckchen knuddeln, fassen sie andere an den Ecken, und wieder andere werfen aus der hohlen Hand." Die Entfernung zum Hole ist grundsätzlich zehn Meter. Das Spiel in zwei Sätzen wird jeweils bis 21 Punkte gezählt. Neben der richtigen Technik kommt es natürlich auf das Augenmaß und den richtigen Krafteinsatz an. Denn: "Bei zu viel Geschwindigkeit rutscht das Säckchen auch schon mal über das Brett hinweg." Mehrfach schon hat die Gruppe um Christian Trampert, es sind immerhin schon rund zwölf Wettkämpfer, Wettbewerbe in Pellingen angeboten und durchgeführt. Den Erfolg bezeichnet er als prächtig. Jetzt gilt es demnächst, sich als Abteilung in einem Sportverein zu etablieren. "Dann können wir auch in der Wintersaison in einer Halle trainieren, damit das Eckige ins Runde fällt." Wie denn nun Trampert an diese außergewöhnliche Sportart kam, erklärt er so: "Irgendwie habe ich über Tausend Ecken davon erfahren, habe es probiert und bin begeistert." Die neue Sportart mit Bewegung und Technik, natürlich kommt die Geselligkeit nicht zu kurz, ist auch für Menschen mit Handicap spielbar. Wo denn nun dieses Spiel seinen Ursprung hat, ist nicht bekannt. Vermutungen besagen, dass es schon im 14. Jahrhundert in Deutschland gespielt wurde. Andere Stimmen meinen, dass schon Indianer in Amerika ähnliche Spielchen betrieben. Ganz klar, dass inzwischen schon ein Deutscher Cornhole-Verband existiert, der die Regeln festgelegt hat. Weitere Infos: www.decov.de dis