Beim Ringwegfest am Sonntag in Rascheid legen sich die Teilnehmer für die Renovierung der Kapelle ins Zeug.

Vereine : Gehen, laufen und radeln für eine Heilige 

Beim Ringwegfest am Sonntag in Rascheid legen sich die Teilnehmer für die Renovierung der Kapelle ins Zeug.

„Am Sonntag geht’s rund in Rascheid“, wirbt der Förderverein Rascheider Ringweg für das Ringwegfest am Sonntag, 8. Juli. „Diesmal ist der Erlös für unser Kapellchen und die Renovierung der Außenfassade bestimmt“, sagt die Vereinsvorsitzende Martina Eiden-Marx. Der neue Glanz des Gotteshauses soll auf das ganze Fest abstrahlen, das um 9.30 Uhr beginnt.

Zum achten Mal kommen Menschen auf den dreieinhalb Kilometer langen Ringweg, um ihn möglichst oft zu gehen, zu laufen oder mit dem Rad zu fahren. Auch Teilnehmer mit Inlineskates sind willkommen. Für jede Runde gibt es ein Los für die anschließende Tombola. Lose können auch gekauft werden.  Gefeiert wird auf dem Bolzplatz am Ende der St.-Anna-Straße, wo ein Festzelt aufgebaut ist. Von dort aus machen sich die Teilnehmer auf die 3,5 Kilometer lange Strecke durch herrliche Hochwald-Landschaft. Denn auch die Königsfeldschleife des Saar-Hunsrück-Steigs tangiert diesen Weg, der im Zuge der Flurbereinigung um einen Kilometer verlängert werden konnte. Mehr als 20 Helfer werden im Einsatz sein.  Der Förderverein selbst besteht seit 2010 und hat heute 57 Mitglieder. „Für die kürzere Strecke von zweieinhalb Kilometern gibt es natürlich auch ein Los“, stellt Martina Eiden-Marx klar. Der Weg werde fast das ganze Jahr über genutzt, von Müttern mit Kinderwagen, aber auch von älteren Menschen mit Rollatoren. Denn die Strecke ist durchgehend asphaltiert, was sie von den naturbelassenen Traumschleifen-Rundwegen des Saar-Hunsrück-Steigs unterscheidet. Eine Attraktion des Fests wird neben der Tombola mit zahlreichen Preisen auch der vier Meter lange Spießbratengrill auf dem Festplatz sein. „Der Erlös ergibt sich aus dem Verzehr von Speisen und Getränken“, erklärt Eiden-Marx. Aus ihrer Erfahrung der vergangenen sieben Feste könne sie sagen: „An einem solchen Tag werden schon mal 1000 Runden gelaufen oder gefahren.“  Bei schlechtem Wetter wird alles in die Dorfscheune verlegt.

Der Förderverein hat seit seiner Gründung vor acht Jahren schon viel geschafft. Auf dem Bolzplatz wurden die Netze der Tore erneuert, es wurden Bänke aufgestellt, der Verein übernahm die Pflege der Bäume am Baumlehrpfad und gestaltete den Aussichtspunkt Auf Karmet.  „Von dort kann man 13 Dörfer sehen“, sagt die Vorsitzende mit Stolz in der Stimme. Es sei auch ein idealer Ort, um beim Rundendrehen am Sonntag eine kleine Rast einzulegen. Die bislang investierten gut 20 000 Euro stammen alle aus Veranstaltungen wie dem Ringwegfest, aber auch aus Martinsgansverlosungen, Fackelzügen im Winter, Mitgliederbeiträgen und Spenden, für die der Verein auch Quittungen fürs Finanzamt ausstellen kann. Bis zum Sonntag ist auch die Figur der heiligen Anna wieder an ihrem Platz am Giebel der Kapelle. Sie ist von Manfred Resch restauriert worden und strahlt jetzt wieder wie die Kapelle selbst.

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