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Belgien unter deutscher Besatzung

Belgien unter deutscher Besatzung

Wider das Vergessen: Am Mittwoch, 18. Juni, findet ab 10 Uhr in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert eine Fachtagung zum Thema "Belgien unter deutscher Besatzung während der beiden Weltkriege" statt.

Hinzert. Gleich zwei Mal wurde im 20. Jahrhundert die Neutralität Belgiens von deutscher Seite verletzt. Im August 1914 und im Mai 1940 überschritten deutsche Truppen die Grenze und besetzten das neutrale Land mit verheerenden Folgen für die belgische Bevölkerung. Geprägt war die deutsche Besatzungspolitik in beiden Kriegen von Gräueltaten, Zwangsarbeit und Deportation. Die Narben beider Kriege sind heute noch sichtbar und die vielen Gedenk- und Erinnerungsorte von Flandern bis zu den Ardennen werden jährlich von tausenden Besuchern aufgesucht.
Anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, bietet die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert eine Fachtagung an, die das Schicksal Belgiens unter deutscher Besatzung während der beiden Weltkriege in den Mittelpunkt stellt.
Historiker aus Belgien, Luxemburg und Deutschland beleuchten Aspekte der Besatzungspolitik: Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg, die Situation des deutsch-belgischen Grenzgebietes während der Weltkriege, Zwangsrekrutierung von Belgiern in die deutsche Wehrmacht und belgische Häftlinge, die ins SS-Sonderlager/KZ Hinzert verschleppt worden waren, bilden Themenschwerpunkte dieser Tagung. Einen Brückenschlag zu heute vermittelt der Vortrag von Karl Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Lambertz referiert ab 15.30 Uhr über die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens in Ostbelgien, der Partnerregion von Rheinland-Pfalz. red