Bestand ist gesichert

WILTINGEN. (LH) Vor 25 Jahren hatten die Wiltinger Brandschützer erkannt, dass nur mit einer gezielten Nachwuchsförderung der Bestand der Freiwilligen Feuerwehr gesichert werden kann. So wurde die Jugendfeuerwehr gegründet, die nun ihr Silber-Jubiläum feierte.

Pascal, Stefan, Simon und wie die Jungs alle heißen (und ein Mädel) machen gerne mit bei der Jugendfeuerwehr. Das merkt man sofort, denn die Jungen erzählen mit wahrer Begeisterung von der Jugendfeuerwehr. Derzeit sind Übungen doppelt schön

Toll finden sie es, wenn die ganze Meute an die Saar fährt, um bei einer Übung "Wasser zu spritzen". Spritze in Position bringen, vorher Schläuche ausrollen, Schläuche kuppeln, und dann kann's losgehen mit dem Kommando "Wasser marsch!". Bei den Sauna-Temperaturen dieser Tage ist so eine Übung doppelt und dreifach schön, erzählen Pascal Bauschert, Stefan Claß und Pascal Marijan. Wenn da jemand mal ein "bisschen nass" werde, mache das überhaupt nichts. Die Jung-Wehrmänner aus der gesamten Verbandsgemeinde Konz scheinen viel gelernt zu haben, denn die Demonstrationsübung am Sportplatz funktionierte wie am Schnürchen - das Wasser jedenfalls war schnell auf dem Rohr. Ein paar "große" Wehrmänner halfen mit, schließlich dürfen die jungen Leute längst nicht alle Handgriffe selber machen. Auch gibt es nicht den Jugend-Feuerwehrführerschein, um ein Feuerwehr-Fahrzeug zu steuern. Also üben sich die jungen Leute in Geduld, bis das Führerscheinalter erreicht ist. Zur 25-Jahr-Feier waren Nachwuchskräfte aus der gesamten Verbandsgemeinde Konz in Wiltingen zusammengekommen, um an einem Zeltlager teilzunehmen und das Silber-Jubiläum mitzufeiern. Vier Tage lang herrschte Zeltlagerstimmung. 125 Kinder und Jugendliche sowie eine stattliche Anzahl von Betreuern nahmen an dem Spektakel teil. Simon Jakoby - seit zwei Monaten dabei - ist einer der jüngsten Nachwuchswehrmänner. Und ein eifriger obendrein. Den Beginn des Zeltlagers konnte der Elfjährige nicht schnell genug erwarten, und so packte er schon beim Zeltaufbau am Tag zuvor mit an. Durch seinen Freund Pascal Marijan sei er in die Jugendfeuerwehr gekommen. Beide besiegelten einen Deal: Dafür, dass Simon bei der Feuerwehr mitmacht, musste sein Kumpel versprechen, mit zum Schachclub zu kommen - was der auch getan hat. Und wie gefällt's im Zeltlager? "Nachts ist es schön kühl. Manchmal kommen Spinnen gekrabbelt." Wehrführer Günter Willems erinnerte daran, dass die Jugendwehr-Gründung eher spontan zustande gekommen war. "Männer" der ersten Stunde waren Dieter Schramm, Martin Koch, Michael Esch, Herbert Weber, Reiner Weber, Walter Orth, Rainer Schramm, Christof Kramp, Günter Ney, Carsten Schumacher, Matthias Lambert jun., Thomas Kramp, Norbert Kramp, Norbert Ney, Alfred Weber, Ralf Bauschert und Rüdiger Müller. Karl Weber wurde als Jugendwart mit dem Aufbau betraut. Einsatz auch bei Müllaktionen

Bei der Gründungsversammlung am 23. Juni 1981 legte man fest, das erste offizielle Treffen bereits am 6. Juli 1981 abzuhalten. Von Stund' an kamen die Jugendwehrmitglieder zu regelmäßigen Schulungen im Gerätehaus zusammen. Doch nicht nur Büffeln von wichtigen Feuerwehr-Dingen stand und steht auf dem Programm bei den Jugendlichen, sondern auch viel Sport, Spiele, die Teilnahme an Wettbewerben und das traditionelle Zeltlager. In Erscheinung treten die elf Mitglieder auch bei Müllaktionen, bei Jugendsammlungen oder der Abholung der Weihnachtsbäume. Ralf Willems obliegt die Leitung als Jugendfeuerwehrwart.

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