Besuch bei helfenden Freunden

WALDRACH. Hoher Gast im Not- und Katastrophenlager des Malteser Hilfsdienstes (MHD): Der neue Diözesanbischof aus dem ukrainischen Ivano Frankivsk, Volodymy Vijtyschyn, besuchte die Freunde an der Ruwer. Sie versorgen seit Jahren Bedürftige mit Hilfsgütern.

Vor etwa einem halben Jahr hat Bischof Vijtyschyn in Ivano-Frankivsk seinen neuen Tätigkeitsbereich übernommen. Dank für die "großartige Hilfe"

Schon kurz nach seinem Dienstantritt hat er nur Positives von den Hilfsaktionen der Waldracher Malteser in Ivano Frankivsk gehört. "Jetzt wollte ich mich mal mit diesen Menschen treffen und mich bei ihnen herzlich bedanken", lässt er beim Besuch über einen Dolmetscher ausrichten. Es war der Wunsch des Gottesmannes, einmal den Ort und die Helfer kennen zu lernen, von denen die Armen in seiner Stadt seit Jahren großartige Hilfe erfahren. Bischof Vijtyschyn dankte nicht nur für die Hilfsgüter, sondern insbesondere für die umfangreichen Informationen, wie eine Hilfsorganisation aufgebaut und betrieben werden kann. "Diese Informationen versuchen wir zu Hause in Selbsthilfe umzusetzen", sagte er. Im Not- und Katastrophenlager war es kalt. Umbaumaßnahmen prägten das Bild, als Ulrich Mathey vom MHD Trier mit dem hohen Besuch das Lager betrat. Im Gefolge des Bischofs waren mehrere ukrainische Geistliche, die der deutschen Sprache mächtig sind. Der Ortsbeauftragte des MHD, Franz Diendorf, der neben einigen Mitgliedern des MHD auch Pastor Rudolf Laub begrüßte, versprach: "Wir geben Ihren Dank an die Bevölkerung weiter. Denn nur mit deren Unterstützung können wir regelmäßige Hilfsaktionen gewährleisten." Die Malteser haben auf den Ort Ivano Frankivsk in der Ukraine besonderes Augenmerk gelegt. Dort gilt es, nicht nur die Armenküche zu unterstützen, sondern auch Hilfsgüter in das Krankenhaus und das Kinderheim zu bringen. Bereits 15 Transporte mit Hilfsgütern hat der MHD inzwischen in den 1600 Kilometer entfernten Ort organisiert und realisiert. Neben Kleidern und Spielsachen für Kinder gehören immer wieder Sanitärartikel, Ausstattungen aus Arztpraxen oder Rollstühle zu den Hilfsgütern. Innerhalb mehrerer Tage erreichten die Helfer in der Vergangenheit stets ihr Ziel.Nächster Transport startet in der Osterzeit

Zwölf ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer packen die von der Bevölkerung angelieferten Sachen in Kartons und stapeln sie bis zum Transport im Lager. Der nächste Hilfstransport soll in der Osterzeit in Richtung Osten gehen. Der MHD bittet die Bevölkerung auch weiterhin um Spenden: gebrauchte, gut erhaltene Kleidung, Spielwaren und Fahrräder für Kinder, Schuhe oder Bettwäsche. Insbesondere sind die Helfer auf die finanzielle Unterstützung angewiesen. Spenden können auf das Konto 7800360 bei der Sparkasse Trier, Bankleitzahl 585 501 30, eingezahlt werden. Kontakttelefon: 06500/1709 oder 06500/1882. Am Tag zuvor hatte Bischof Vijtyschyn den Trierer Bischof Reinhard Marx kennen gelernt und mit Domvikar Werner Rössel die Messe gefeiert. Nach dem Mittagessen beim MHD in Waldrach trafen der ukrainische Bischof und sein Gefolge in der Katholischen Akademie in Trier weitere Gruppen, die auch die Bevölkerung in Ivano-Frankivsk unterstützen.