Besucher probieren frischen Apfelsaft im Freilichtmuseum

Besucher probieren frischen Apfelsaft im Freilichtmuseum

Eine reiche Apfelernte hat der Herbst dem Freilichtmuseum Roscheider Hof beschert. Beim Keltertag konnten die Besucher den frisch gepressten Saft probieren.

Konz-Roscheid. Gelb, rot und reif liegen die Äpfel in der großen Wanne. "In diesem Jahr haben wir extrem viele auf unseren Streuobstwiesen geerntet", sagt Hermann Kramp, Geschäftsführer des Freilichtmuseums Roscheider Hof, erfreut. Und das ist gut so: Um Äpfel dreht sich nämlich alles an diesem sonnigen Sonntag. Weit mehr als tausend Besucher sind gekommen, um zu erleben, wie die Früchte zu Most verarbeitet werden. Im Innenhof des Museums stehen eine historische Kelter und eine Weinpresse. Alexander Forot schüttet nach und nach die Äpfel in die Maschine, die mit einem lauten Rattern das Obst zerkleinert. Die Apfelstücke kommen dann in die große Presse - und hier ist kräftezehrende Handarbeit gefragt.
Zusammen mit Viktor Albert dreht Forot vor den Augen der Besucher den langen Hebelarm, während unten der Saft herausläuft. Karl-Heinz Falk füllt die Flüssigkeit in ein Fass um.
Bleibt noch eine Frage zu klären: Wie schmeckt denn nun der ungefilterte, trübe und überraschend dunkle Apfelsaft? Er enthält viel Süße, aber wenig Säure und ist daher ebenso erfrischend wie bekömmlich. Zu Bratwurst vom Grill und frischem Brot aus dem Backhaus des Museums greifen viele Besucher daher gern zu einem zweiten Glas. daj

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