Besucherrekord an der Obermosel

Bei brütenden Temperaturen erfreut sich die Nitteler St.-Rochus-Kirmes und das siebte deutsch-luxemburgische Weinhappening größter Beliebtheit. Ein Höhepunkt der viertägigen Veranstaltung: die Wahl von Elisabeth Ley aus Tawern-Fellerich zur achten Saar-Obermosel-Weinkönigin.

Nittel. Harald Apbrecht hatte am Sonntag richtig was zu tun. Der Schiffsführer hat Tausende Besucher über die Mosel geschippert. Für das deutsch-luxemburgische Weinhappening wurde auf der Mosel extra ein Fährpendelverkehr zwischen Nittel und Machtum eingerichtet. Die zehnminütige Passage mit dem "Wappen von Trier" sorgte dank der leichten Brise über dem Wasser zumindest für ein wenig Abkühlung. Apbrecht bezeichnet den außergewöhnlichen Arbeitstag als "willkommene Abwechslung" von der sonstigen Fahrgastschifffahrt. "Für gastronomischen Umsatz ist die Überfahrt aber einfach zu kurz", meint er Die Nitteler St.-Rochus-Weinkirmes erweist sich als der erwartete Publikumsmagnet. Gemeinsam mit dem luxemburgischen Dorf Machtum feierten die Nitteler am Sonntag an der Obermosel obendrein das siebte "Deutsch-luxemburgische Weinhappening", zu dem ebenfalls Tausende Besucher kamen. Die Veranstalter sprechen von einem Besucherrekord
Der Samstagabend stand jedoch ganz im Zeichen der Wahl zur achten Saar-Obermosel-Weinkönigin. Elisabeth Ley aus Tawern-Fellerich machte letztlich das Rennen. Die 20-jährige, die zurzeit eine Ausbildung als Erzieherin macht, war im vergangenen Jahr bereits Prinzessin von Königin Maria Steffes aus Ayl, die sich ihrerseits für das Amt der Moselweinkönigin beworben hat.
Frederike Welter (17) aus Wincheringen, die sich gemeinsam mit Ley um das Amt beworben hatte, wird als Weinprinzessin ebenfalls den Wein von Saar und Obermosel und die Region repräsentieren.
Die hohen Temperaturen sorgten dafür, dass die Menschen lange draußen in den Weinstuben saßen. Am Kirmesplatz rund um die Weinstände und die Bühne herrschte ebenfalls dichtes Gedränge. Das Verlangen nach kühlenden Getränken war enorm. Die Standbetreiber meldeten Rekordabsätze an Sprudel, Wein und Bier. Trotz der guten Umsätze an den Getränkeständen haben die Sanitäter bis Sonntagnachmittag keine durch Alkoholgenuss bei großer Hitze verursachten Probleme registriert.
Begonnen hat das Fest am Donnerstagabend mit einer Kunstausstellung in Machtum. Henri Hengel, Vorsitzender des Festkomitees, erklärt, dass Machtum eine lange Tradition als Herkunftsort für luxemburgische Künstler habe und man die jährliche Ausstellung auch als Traditionspflege verstehe. Am Freitag spielten dann Rockbands auf dem Schliikeplatz in Machtum. In Nittel illuminierte pünktlich ab 22.30 Uhr ein Feuerwerk den Nachthimmel. Die Feier dauerte bis spät in die Nacht.
Nur in Bezug auf die Live-Musik äußerten einige Festgäste in Nittel Kritik. Zumindest Concordia Live Band am Freitag traf nur den Geschmack eines Teils der Besucher.
Am heutigen Montag klingt die Kirmes aus: Ab 15 Uhr beginnt das Programm mit der Kinderbelustigung. Abends dürfte es noch einmal spät werden, denn ab 20 Uhr wird noch einmal Live-Musik geboten.