Betreuung wie zu Hause

Ein Jahr ist seit der Gründung einer Betreuungsgruppe für demenzkranke Menschen in Paschel vergangen. Mit einem Sommerfest feierten Betreuer und Gäste das kleine Jubiläum.

Paschel. (hm) "Wie sehr das Angebot angenommen wird, zeigt sich daran, dass wir in diesem einen Jahr rund 30 Personen bei uns aufnehmen konnten. Derzeit sind 21 Personen gemeldet", sagt Anne Kammer (46). Sie ist Altenpflegerin und Leiterin der Betreuungsgruppe, die auch Mitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist und auf der Grundlage neuester Erkenntnisse und aktueller Betreuungskonzepte arbeitet.Demenzkranke Menschen haben in Paschel die Gelegenheit, dreimal in der Woche, montags, mittwochs und freitags, den gesamten Tag betreut zu verbringen. "Nach der Einnahme eines Frühstücks kochen und backen wir gemeinsam und gestalten den Tag eigentlich so, wie er bei den Menschen auch zu Hause abläuft."Auch Hausarbeiten, soweit noch möglich, werden durchgeführt. "Die Beschäftigung der Kranken ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir singen und tanzen gemeinsam, machen diverse Gedächtnistrainings. Seidenmalerei, Töpfern und Spaziergänge stehen ebenso auf der Tagesordnung wie gemeinsame Unterhaltungen. Denn wir möchten mit unserem Tagesprogramm die geistige und körperliche Aktivität fördern. Für eine gewisse Zeit entlastet werden, einmal Zeit für sich selbst haben und seinen Interessen nachgehen können, das brauchen die Menschen, die sich zu Hause um ihre demenzkranken Angehörigen kümmern."Wie hoch die Akzeptanz ist, zeigte sich beim jetzigen Sommerfest. Zahlreiche Besucher erlebten auf dem Gelände der ehemaligen Schule in Paschel und in den Räumlichkeiten der Gruppe ein abwechselungsreiches Programm mit Basar und Musik.Kontakt: Anne Kammer: 06581-7218, Andrea Bobersky: 0651-4602732

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