Betriebsunfall in Großbäckerei: Zwei Mitarbeiterinnen verletzt

Betriebsunfall in Großbäckerei: Zwei Mitarbeiterinnen verletzt

Bei einem Betriebsunfall in der Großbäckerei „Biebelhausener Mühle“ im Kreis Trier-Saarburg ist am späten Mittwochabend Ammoniak ausgetreten. Zwei Mitarbeiterinnen wurden dabei verletzt. Zurzeit wird der gesamte Betrieb penibel gereinigt.

Der Grund für den Unfall: Ein Gasrohr einer Gefrieranlage war geplatzt, wodurch das gasförmige Kühlmittel Ammoniak austrat. Zwei Mitarbeiterinnen, die in unmittelbarer Nähe der Anlage beschäftigt waren, erlitten dabei Verletzungen. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Alle übrigen rund 50 Arbeiter der Großbäckerei konnten diese unverletzt verlassen. Den Einsatzkräften der Feuerwehr sperrten die Gaszufuhr zu dem Rohr ab und dichteten es ab.

Eine der Mitarbeiterinnen, die beim Unfall verletzt wurden, ist bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Die andere muss noch bleiben, sie hat leichte Verbrennungen an der Schulter. "Es ist das wichtigste, dass beide keine schlimmen Verletzungen davongetagen haben", sagt Birgit Wacht, Geschäftsleiterin der Biebelhausener Mühle.

Der gesamte Betrieb wird zurzeit penibelst gereinigt. Das Gesundheitsamt hat ihn laut Wacht bereits wieder freigegeben. "Wir werden heute Abend wieder produzieren." Heute sei nur etwa die Hälfte der üblichen Produktion in die 75 Filialen der Bäckerei ausgeliefert worden. "Natürlich in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt", sagt Wacht.

Wie hoch der Schaden ist, lässt sich dem Unternehmen zufolge noch nicht sagen. Ein Sachverständiger untersucht zurzeit, wie es zum Bersten des Rohres kam.
Einen Unfall ähnlicher Größenordnung habe es in dem Betrieb auch noch nie gegeben. "Wir sind mit dem Schrecken davongekommen", sagt Birgit Wacht.
Nach dem Unfall entstand eine teilweise intensive Geruchsbelästigung auch außerhalb des Firmengeländes. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung der Anwohner lag nach bisherigen Erkenntnissen aber nicht vor. Die Feuerwehr war mit rund 120 Einsatzkräften vor Ort. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden und aus Saarburg, der Gefahrstoffzug des Landkreises Trier-Saarburg,die DRK-Rettungwachen Saarburg und Konz, zwei Notärzte, das Veterinäramt Trier sowie das Gewerbeaufsichtsamt Trier im Einsatz, der bis in die Morgenstunden dauerte.

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