Beurener investieren in Dorfentwicklung

Beurener investieren in Dorfentwicklung

Ein eigener Gemeindetraktor und Arbeiten im und am Bürgerhaus sind die dringendsten Projekte in Beuren. Darüber hinaus investiert die Kommune in ihre Innenentwicklung und in die Kinder des Dorfes.

Beuren. Ein Schlepper für voraussichtlich 100 000 Euro ist einer der größten Posten im Beurener Doppelhaushalt für 2013 und 2014. Für die Gemeinde wäre es der erste eigene Traktor. Denn bisher ist der von Gemeindearbeiter Helmut Rausch im Einsatz. Laut Ortsbürgermeister Manfred Köhl würde die Jagdgenossenschaft 30 000 Euro beisteuern. Den verbleibenden 70 000 Euro, für die ein Kredit benötigt würde, stünden 25 000 Euro gegenüber, die eingespart werden könnten. Denn bisher müssen Firmen mit etlichen Arbeiten wie Winterdienst oder Mulchen in den 950 Bürger zählenden zwei Ortsteilen beauftragt werden. Ohne eigenen Schlepper seien die vielfältigen Arbeiten wie an Kindergarten und Grundschule, Bürgerhaus und Friedhof nicht mehr zu schaffen, sagte Köhl.
Ein weiterer dicker Batzen - 125 000 Euro - wird ins Bürgerhaus investiert. Die Außenwände von Jugendraum und Treppenhaus werden gedämmt, Toiletten saniert und der durch ein abgerissenes Haus geschaffene Platz gestaltet. Für 30 500 Euro wird zudem die Straße "Hinter der Schule" ausgebaut und für 15 000 Euro der Spielplatz modernisiert. Einige Geräte sind älter als 30 Jahre und entsprechend marode. Die Mutter-Kind-Gruppe unterstützt das mit gespendeten 600 Euro. Weitere Vereinsspenden stehen in Aussicht.
Einer positiven Entwicklung des Ortes trägt die Gemeinde aber auch mit der anvisierten "Revitalisierung des Ortskerns" Rechnung. Erreichen will der Rat das mit weiteren von Beate Stoff vom Osburger Büro Plan moderierten Arbeitsgesprächen. Dabei sollen möglichst viele Bürger ihre Vorschläge einbringen. 7000 Euro sind dafür eingestellt.
Beuren hatte sich als erste Kommune für das von der Verbandsgemeinde geplante Förderprojekt mit dem gleichen Ziel ausgesprochen.
Noch nicht im Haushalt berücksichtigt ist der Bau einer Grillhütte. Auf einhelligen Wunsch des Rates wird Köhl jedoch mit Vertretern der Ortsvereine klären, was in welcher Ausführung gewünscht oder benötigt wird und ob die Hütte am Sportplatz oder anderswo gebaut werden sollte. Aktuell gibt es dort ein Feuchtigkeitsproblem am Umkleidegebäude zu beheben. urs