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Big Band tritt am Konzer Gymnasium auf Rock und Swing zum Abitur

Musik am Gymnasium Konz : Mit Rock und Swing zum Abitur

Mit neuen Musikern und Ehemaligen: Big-Band des Gymnasiums Konz begeistert mehr als 200 Zuhörer in der Festhalle.

Der Festsaal des Gymnasiums Konz wird dunkel. Buntes Licht erstrahlt auf der Bühne. Rund 30 Musiker nehmen Platz. Mehr als 200 Zuhörer, meist stolze Eltern und Geschwister, haben ihre Smartphones schon gezückt, um das Jahreskonzert der Big Band festzuhalten.

Bis zu diesem Punkt zu kommen, bedeutet für Bandleader Til Krüger viel Arbeit mit seinen Schützlingen, bis hin zu einer Art Trainingslager in der Jugendherberge im saarländischen Dreisbach. Eine Schwierigkeit bleibt dem Musikpädagogen seit der Gründung des Orchesters vor 15 Jahren erhalten: Abi­turienten verlassen den Klangkörper, Nachwuchs muss integriert werden.

Seit sechs Jahren spielt Damian Grölinger aus Könen schon Trompete. Erstmals spielt der 13-Jährige im Orchester mit. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, denn jetzt muss ich ja auch hören, wie die anderen um mich herum spielen“, gibt er zu. „Neue Musiker sind super zu integrieren, wenn sie regelmäßig zur wöchentlichen Probe kommen“, so die Erfahrung des Dirigenten.

Trompeter Martin Lauscher aus Könen ist bereits 20 und verlässt das Orchester samt Abitur. „Das waren super vier Jahre“, schaut er auf die Erfahrung in der Big Band zurück. Er sei zwar in einem Musikverein gewesen, aber dort werde halt immer nur die klassische Blasmusik gespielt. „Die Big Band hat ein ganz anderes Repertoire. Das gefällt mir“, erklärt er seine Entscheidung, bei den Schulmusikern mitzuspielen.

Vorschläge des Dirigenten, Mitspracherecht der Musiker und Wünsche der Musiker sind auch diesmal in den Konzertabend eingeflossen. Zahlreiche Solisten zeigten ihr Können. Und mit Alina Becker, Ronja Konz und Paul Rendenbach wurde der Abend durch drei großartige Stimmen bereichert. Die Technik AG des Gymnasiums setzte alles ins rechte Licht und sorgte für den guten Ton.

Richtig fette Brocken der Rock- und Pop-Geschichte wurden angegangen, beispielsweise der berühmte Titel „Music“ von John Miles. Aber auch Swing-Titel wie „Jack the Knife“, besser bekannt als „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper von Berthold Brecht und der Musik von Kurt Weill, sind wegen des Wechsels der Tonart eine Herausforderung. Paul Rendenbach sang die deutsche Version: „Und der Haifisch, der hat Zähne…“

„True North“ von Mike Dana hat eine ganz besondere Rhythmik. Wie ein Abiturstreich wirkt da der Wunsch der Abschlussschüler, der immer in diesen Konzertabend einfließt. Diesmal klang das wie ein Gruß von den Oktoberfesten dieser Welt: Das Trompetenecho, 1954 komponiert von Slavko Avsenik. Am Schluss ließ das Orchester noch einmal Männer regnen, der berühmte Titel „It’s rainin’ Men“ der  Weather Girls und „I’m so exited“ der Pointer Sisters, eindrucksvoll interpretiert von Ronja Konz und Alina Becker.