Bitterer Beigeschmack

THALFANG. Die Erweiterung des Gewerbegebietes "Vorwald" ist so gut wie abgeschlossen. Die Schließung des benachbarten Hochwald-Fleischwerks trübt jedoch die Freude über bisher zwei Neu-Ansiedlungen.

Gerade mal ein Jahr liegt der Spatenstich für die Erweiterung des Thalfanger Gewerbegebietes "Vorwald" zurück. Die Freude über die Realisierung des seit 20 Jahren angestrebten Projektes hat jedoch dieser Tage einen schmerzlichen Dämpfer erhalten. "Man ist für jeden kleinen Betrieb froh, der da hinkommt", bekräftigt Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper. "Und dann gibt's da wieder so einen Schlag, wo 70 Arbeitsplätze auf einen Schlag weg sind.", spricht er die bevorstehende Schließung des Fleischwerks der Hochwald Nahrungsmittel-Werke an. Dabei hatte es schon zu Beginn des Jahres eine Hiobsbotschaft gegeben: Die Insolvenz der Diamant-Quelle war aber dank der Übernahme durch Hochwald-Sprudel noch einmal glimpflich ausgegangen. Der ersehnte Lückenschluss zwischen bisheriger Gewerbeansiedlung "Vorwald" und dem Fleischwerk hat also einen bitteren Beigeschmack. Schließlich weiß derzeit keiner, was mit der 50 000-Quadratmeter-Fläche oder den 7500 Quadratmetern der schon länger geschlossenen Bäckerei geschehen wird. Nichtsdestotrotz ist die Neuansiedlung von bisher zwei Unternehmen für die Gemeinde erfreulich. Seit dem Spatenstich haben sich ein metallverarbeitender Betrieb und ein Gerüstbauer dort niedergelassen, so dass derzeit acht Firmen in Vorwald ansässig sind. Außerdem gebe es eine weitere Anfrage, die aber noch etwas vage sei, so Gasper. Ein Plus des Gewerbegebietes ist der günstige Preis von 11,50 Euro pro voll erschlossenem Quadratmeter. Außerdem liegt das Areal zwischen den Autobahnauffahrten Reinsfeld und Mehring und ist dadurch verkehrsgünstig angebunden. Die Werbung für die Flächen konzentriert sich laut Gasper derzeit auf zwei Hinweistafeln vor Ort sowie die Präsenz im Internet. Die Gemeinde sei aber dabei, in dieser Richtung mehr zu tun. Denn der Straßenausbau samt der Verbindung Richtung Fleischwerk ist mittlerweile fast fertig. "Es sind nur noch die Bankette anzugleichen", begrüßt Gasper, dass sowohl Fahrbahndeckenarbeiten wie die Installation der Beleuchtung noch vor dem Winter abgeschlossen werden konnten. Ob diesem ersten Bauabschnitt des insgesamt 240 000-Quadratmeter-Areals in absehbarerer Zeit ein zweiter folgen wird, ist vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse allerdings fraglich.