Brandspuren statt Saargold

Durch einen Schwelbrand auf dem kurzfristig in Mettlach angelegten Passagierschiff "Saargold" ist ein Großteil des Innenraums zerstört worden. Trotz Renovierungsarbeiten läuft der Fahrgast-Betrieb jedoch ganz normal weiter.

Mettlach/Saarburg. Fiete Weishaar, Eigner des Passagierschiffs "Saargold" sowie Geschäftsführer der "Saar-Personen-Schifffahrt" und durch erneute Vaterfreuden in den vergangenen Wochen etwas um den Schlaf gebracht, hatte sich auf eine ruhige Nacht gefreut. Die Vorzeichen hätten gut gestanden in der Nacht von Samstag auf Sonntag - bis um kurz vor vier Uhr das Telefon klingelte.

"Die Feuerwehr Mettlach war dran und teilte mir mit, dass auf der ,Saargold' im Fahrgast-Raum ein Schwelbrand ausgebrochen ist", berichtete Weishaar gestern auf TV-Nachfrage.

Das Saarburger Passagierschiff, das in der Saison vom Staden aus auch zu Ausflugsfahrten nach Mettlach ablegt, war in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der Anlegestelle in Mettlach festgemacht. Von dort aus sollte es am Muttertag zu mehreren Rundfahrten auf der Saar aufbrechen. Dazu kam es dann nicht mehr. Weishaar: "Autofahrer hatten in der Höhe von Villeroy & Boch Samstagnacht Qualm wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt." In einer Fenster-Ecke, im vorderen Innen-Bereich des Schiffes, sei der Schwelbrand ausgebrochen, den die Feuerwehr innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle gebracht habe. Für die Ursache gebe es bislang keinen Anhaltspunkt.

"Wir haben nichts gefunden, keine Zigarettenspuren, keinen Kabelbrand. Brandstiftung haben die Gutachter ausgeschlossen", so Weishaar. Glücklicherweise habe sich zur Brandzeit niemand auf dem Schiff befunden. Der Schaden - auch durch die Löscharbeiten - ist dennoch beachtlich. "Der bewegt sich im höheren fünfstelligen Bereich", schätzt der Schiffs-Eigner.

Nun müsse die "Saargold", die 350 Gästen Platz bietet, komplett renoviert werden. Der Betrieb sei dadurch nicht eingeschränkt. Die "Saargold" soll ab heute wieder fahren. "Den Raum, in dem der Brand losging, haben wir mit einer Holzwand abgetrennt. Dort fangen wir mit den Arbeiten an. Anschließend kommt der Rest dran." Noch lässt der Vorfall Weishaar ziemlich ratlos zurück: "Einen größeren Unfall oder Brand hatten wir noch nie auf der Saargold."