Bravo, Daniel Lewis Williams!

Voll besetzt war die Festhalle des Gymnasiums Konz: Nach dem gemeinsamen Konzert der Sängervereinigung Konz und des Basses Daniel Lewis Williams zum 130. Geburtstag spendeten die Zuhörer Applaus im Stehen.

Konz. (itz) "Die Welt ist mein Zuhause", sagt der Bass Daniel Lewis Williams. Aufgewachsen ist er in Billings (USA); studiert hat er in München, und aufgetreten ist er in vielen Opernhäusern auf der ganzen Welt. Aktuell wohnt er in Konz. "Wenn ich irgendwo wohne, versuche ich, den Menschen auch immer etwas von ihrer Kultur zurückzugeben."

400 Zuhörer sind in die Festhalle des Gymnasiums Konz gekommen. Zu Beginn des Konzerts der Sängervereinigung Konz 1880 mit ihrem Gast Daniel Lewis Williams sitzen sie mucksmäuschenstill auf ihren Plätzen. Das Konzert beginnt mit Ludwig van Beethovens Lied Die Himmel rühmen. Beim Chor ist keine Nervosität zu spüren.

Ob allein oder mit dem Bass zusammen: Der Chor harmoniert perfekt mit seinem Dirigenten Achim Müller und dem Pianisten Klauspeter Bungert. Auch Williams zieht die Zuhörer in seinen Bann - ob als Priester Sarastro aus Mozarts Oper Die Zauberflöte oder als Fiesco aus Giuseppe Verdis Oper Simon Boccanegra.

Anfangs sind es noch die langsamen, nachdenklichen Stücke und die düsteren Rollen, die das Programm kennzeichnen. Nach der Pause wird es deutlich fröhlicher. Die Sänger erscheinen zur Kantatenprobe. Bürgermeister van Beet will den Zaren für sich gewinnen und singt mit einem Kirchenchor ein Loblied auf ihn. Spätestens mit diesem Lied aus Albert Lortzings komischer Oper Zar und Zimmermann haben der Chor und Williams die Herzen aller Zuhörer für sich gewonnen.

Nach dem letzten Takt donnert es Applaus. . Immer wieder sind Bravo-Rufe für Williams zu hören. Nach dem rund zweistündigen Auftritt sind die Sänger zwar erschöpft, aber glücklich. Chormitglied Sven Krautz spricht aus, was alle denken: "Es war uns eine große Ehre, mit Williams aufzutreten."