Brienonbrücke in Konz ist pünktlich zum Heimatfest fertig
Konz · Das eine Projekt ist abgeschlossen, das nächste beginnt: Die Brienonbrücke wird am Freitag freigegeben, während die Sanierung und der Ausbau der angrenzenden Bahnhofstraße voraussichtlich Anfang August beginnen.
Konz. Es sind die Bürger des Konzer Wohngebiets Berendsborn, die sich massiv für den Erhalt der Brienonbrücke eingesetzt haben. Vor allem der Bürgerverein Berendsborn trägt das Verdienst für den Erhalt der wichtigsten fußläufigen Verbindung über die Bahngleise zwischen der Konzer Innenstadt und der höher gelegenen Siedlung. Nur weil die Bürger, teilweise selbst im Stadtrat tätig, sich kontinuierlich für die Brücke eingesetzt haben, wurde sie saniert. Ohne ihren Einsatz wäre sie vermutlich abgerissen worden. Jetzt sieht die Brücke wie neu aus. Pünktlich zum Konzer Heimat- und Weinfest, das am Freitag beginnt, wird sie freigegeben, und der Weg von den Wohnhäusern zu den Weinständen wird deutlich kürzer.
Kritik an Bäumen und Lok
Während mit der Sanierung der Brienonbrücke alles zur Zufriedenheit der Bürger verlief, sieht das bei der geplanten Sanierung der Bahnhofstraße etwas anders aus. Die Gremien der Stadt Konz hatten schon lange die Planung für den Straßenausbau beschlossen, als die ersten Anwohnerproteste laut wurden. Nach einer Baumfällaktion im Februar haben die Bürger die Kommunalpolitiker noch einmal aufgeschreckt.
In der Folge beschwerten sich die Anwohner zudem über den Plan, die Konzer Lok in der Bahnhofstraße aufzustellen. Der Verein der Dampflokfreunde renoviert das Industriedenkmal zurzeit. Früher stand es unterhalb des Paul-Magar-Platzes auf der anderen Seite der Gleise. Vor allem die Überdachung für die Lok, die jetzt schon an dem dafür vorgesehenen Gleisstück aufgebaut ist, kritisieren die Anlieger. Wegen ihrer Kritik steht die Lok künftig anderthalb Meter weiter in Richtung der Gleise.
So richtig zufrieden sind die Anwohner damit nicht. Trotzdem kamen einige von ihnen auch am Dienstag in den Stadtrat, um den wohl vorerst letzten Beschluss für die Sanierung ihrer Straße zu verfolgen. Und der Stadtrat stimmte bei einer Enthaltung dafür, den 2,98 Millionen Euro teuren Auftrag an eine Firma aus Könen zu vergeben. Die Stadt trägt von den Gesamtkosten 2,2 Millionen Euro, der Rest verteilt sich auf die Verbandsgemeindewerke und die Stadtwerke Trier. 100 000 Euro kommen für die Straßenbeleuchtung hinzu.
Der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden erklärt bei der Sitzung: "Wir liegen unter den Werten der Kostenschätzung." Im Haushalt der Stadt Konz waren 3,38 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen.
Die Stadt erhält Fördergeld aus dem Programm Aktive Stadtzentren - im Gegensatz zu den Eigentümern der 48 Grundstücke, für die Beiträge fällig sind. Sie trägt von den Straßenausbaukosten - abzüglich der Kosten für die Grünflächen und Tiefbauarbeiten - 60 Prozent. Die Grundstückseigentümer teilen sich je nach Größe ihrer Flächen die restlichen 40 Prozent des beitragspflichtigen Anteils. Wie hoch dieser Anteil ist, hat die Verwaltung laut Frieden noch nicht errechnet.
Fest steht aber, dass die Arbeiten Anfang August beginnen - zunächst auf der Seite der Bahngleise. Nach den Sommerferien im September ist eine Anwohnerversammlung geplant. "Dann werden wir die genaue Rechnung haben", sagt Frieden. Bis dahin müssen sich die Anwohner noch gedulden.