Bronze für Temmels

"Nur" Platz drei, aber dafür um einige Erfahrungen reicher: Die Gemeinde Temmels hat sich beim Gebietsentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" gegen Wolsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Mannebach (Vulkaneifelkreis) geschlagen geben müssen.

Temmels. "Mehr haben wir nicht erwartet." Ortsbürgermeister Joachim Mimler nimmt die Nachricht, dass seine Gemeinde Temmels den dritten von drei möglichen Plätzen in der Hauptklasse des Gebietsentscheids bei "Unser Dorf hat Zukunft" belegt hat, gefasst entgegen. Überrascht wirkt er nicht, dass sich der Obermosel-Ort gegen Wolsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Mannebach (Vulkaneifelkreis) geschlagen geben musste. Andere Dörfer hätten den Jury-Mitgliedern offenbar ein bunteres und umfangreicheres Programm geboten, vermutet Mimler Aspekte, die den Konkurrenten möglicherweise Plus-Punkte verschafft haben.

Tipp: Besserer Zugang zur Mosel



Mitte Juni waren die Jury-Mitglieder in Temmels unterwegs. Schon damals sorgten Befürchtungen des Auseinanderdriftens der Ortsteile dies- und jenseits der Bundesstraße, die außerhalb gelegenen Neubaugebiete und die mangelnde Teilnahme der Temmelser Bürger an der Ortsbegehung für kritische Stimmen. Auch nun finden sich in der Pressemitteilung zum Ergebnis des Gebietsentscheids weitere Ansätze für Verbesserungen wieder: "Bezüge zur Mosel werden im Ort bislang nur an wenigen Stellen aufgegriffen", heißt es dort vonseiten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz in Trier. Lobende Worte kassieren indes die sanierten Altbauten in der Bahnhofstraße und das zum Bürgerhaus umgenutzte Pfarrhaus.

Trotz des bescheidenen Abschneidens der Gemeinde war die Teilnahme Temmels' an dem Wettbewerb nicht umsonst. Die Gebiets-Kommission hat etliche Tipps gegeben, wie sich das Ortsbild der Obermosel-Gemeinde verschönern ließe. "Wir werden die bisherigen Anstrengungen weiterführen", sagt Ortsbürgermeister Mimler im TV-Gespräch. Die Umfänge der potenziellen Veränderungen schätzt er realistisch ein: "Von der Gemeinde her gibt es wenig Möglichkeiten." Eine knappe Kasse erfordert Kreativität, wie sich trotz mangelnder Finanzkraft das Dorf teilweise umgestalten könnte. Das Engagement der Bürger sei hier gefragt, wobei Mimler nicht außer Acht lassen will: "Die wirtschaftliche Lage ist so, dass nicht alle auf Rosen gebettet sind." Dennoch appelliert der Ortsbürgermeister an die Dorfbewohner, an einem schönen und nachhaltigen Temmels zu arbeiten. Vielleicht tut sich in den nächsten Jahren so viel, dass Temmels bald wieder am Dorfwettbewerb teilnehmen kann.