Brückenbauer, Römer und Reporter

Die Präsentation der Ergebnisse der Projektwoche, die in diesem Jahr nach jahrelanger Pause wieder statt gefunden hat, bescherte dem Hermeskeiler Gymnasium einen Besucherandrang. Rund 900 Schüler hatten sich intensiv mit der Römerzeit, Pneumatik, Brückenbau und anderen Themen beschäftigt

Hermeskeil. (urs) So viele Besucher haben selten bei einem Schulfest die Flure und Klassenräume des Hermeskeiler Gymnasiums bevölkert. Rektor Karl-Heinz Wortmann schätzt, dass es mehr als 1000, eher sogar an die 2000, Gäste sind, die die Projektwoche-Ergebnisse begutachten: "Damit haben wir nicht gerechnet", sagt er. In mehr als 50 Gruppen hatten sich rund 900 Schüler, unterstützt von Lehrern und Eltern, mit unterschiedlichsten Themen auseinander gesetzt.Enige haben das "Radio Aktiv" ins Leben gerufen, das auf dem ganzen Schulhof und teils in den Klassen zu hören ist. Zwischen Musik und Unterhaltung melden sich die Reporter immer wieder zu Wort. So fordern sie mehrmals Autofahrer auf, ihr Fahrzeug weg zu fahren, da dieses sonst abgeschleppt werde. Denn in der Borwiesenstraße ist das totale Chaos ausgebrochen. Zeitweise geht es weder vor noch zurück; einige haben so geparkt, dass kaum mehr ein Durchkommen ist.In den Klassenräumen zeigen die Schüler, was sie in wenigen Tagen erarbeitet haben. Die Ausstellungen reichen von "Europa für Jugendliche" über ein Höhenschichtenmodell des Erbeskopfs bis zu Wahrzeichen in Gips oder Brücken aus Pappe. Für das Projekt "Faszination Pneumatik" haben Schüler sogar professionelle Unterstützung von der Firma Festo erhalten. Im normalen Unterricht nicht möglich

Interessant sind auch die "Geheimschriften" und die Übersetzung lateinischer Inschriften in Trier. Andere Schüler haben sich phantasievoll, aber historisch fundiert, mit dem Leben von Kelten und Römern beschäftigt. Die Gruppe von Laura und Jasmin hat einen Miniatur-Limes gebaut, einen Film gedreht und sich römisch eingekleidet. "Wir haben die meiste Zeit gebastelt und dadurch einiges gelernt", findet Laura. "Das war besser als Schule", ist Jasmin überzeugt. Christian, Jason, Alexander und Jana haben sich beim Bau platonischer Körper sogar von der Geometrie faszinieren lassen. Begeistert sind auch die Eltern, die mit Lehrern und Schülern die Projektwoche angeregt hatten und Angebote beisteuerten. Barbara Brunnenmeister ist überzeugt, dass ein derart breit gefächertes Angebot im normalen Unterreicht keinen Platz gefunden hätte.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort