Brunnen, Bäume, Bürgerhaus: Gemeinderat Mannebach arbeitet an Leitbild

Mannebach · Der Mannebacher Ortsgemeinderat hat vor zwei Jahren die Arbeit aufgenommen. Einige Vorhaben sind bereits umgesetzt worden, an anderen arbeitet der Rat noch. Das Leitbild, das sich die Politiker für die Legislaturperiode gesetzt haben, ist, das Dorf attraktiv zu machen.

Am Brunnen soll der neue Dorfmittelpunkt entstehen. Allerdings ist die Arbeit an dem Wasserspender ins Stocken geraten. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Mannebach. Es riecht noch nach frischer Farbe im Mannebacher Bürgerhaus. Dessen Renovierung ist eines der Ziele, die sich der frisch gewählte Ortsgemeinderat unter der Leitung von Ortsbürgermeister Bernd Gard 2009 gesteckt hatte. Denn insgesamt soll der Ort attraktiver werden. Jetzt haben die Politiker eine Zwischenbilanz gezogen. In zwei Jahren wurde vieles erreicht.
"Sauberkeit der Wege und Grünanlagen, mehr Bäume im Ortsbild, ein Brunnen, in dem wieder Wasser fließt, und bessere Straßen", zählte der Ortschef die Projekte auf, die zum größten Teil umgesetzt sind. Als vorbildhaft werde die Gestaltung des Spielplatzes von den Bürgern empfunden, zu dem sogar Auswärtige ihre Kinder bringen. Allerdings gibt es auch Projekte in der Warteschleife: "Der Brunnen gegenüber dem Brauhaus ist nur deshalb noch nicht weiter, weil die Firma keine Steinmetze frei hat", bedauert Gard.
Es ist ein Projekt, das zur Hälfte aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes finanziert wird.
Die Grünanlagen auf dem Friedhof und am Sportplatz seien inzwischen in einem sehr guten Zustand. Bei der weiteren Gestaltung der Sportanlage will der Ortsgemeinderat alle Nutzer ins Boot holen. "Wir wollen uns hinterher nicht fragen lassen, was wir denn da geplant haben", sagt Gard.
Ein wichtiger Bestandteil für mehr Lebensqualität im Ort ist seit Oktober letzten Jahres das Dorfmobil, das vor allem den Senioren des 373-Einwohner-Ortes Mobilität verschafft. Mit Thomas Biehl und Florian Wagener konnten von der Arbeitsagentur zwei junge Mitarbeiter vermittelt werden. "Unser Ziel ist es, die beiden in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Gard. Denn Biehl und Wagener seien nicht nur Chauffeure des Dorfmobils, sondern Menschen, die wüssten, wo man anpackt, die immer hilfsbereit und deshalb im Dorf entsprechend beliebt seien.
Um zu erreichen, das die Fahrer fest eingestellt werden, setzt Gard auf die Zusammenarbeit mit umliegenden Kommunen, die das Auto und die Chauffeure mitnutzen können. Gard macht jedoch klar: "Dieser Service kann auf Dauer nicht kostenlos sein." Gedacht sei daran, einen "Verein für Mobilität" zu gründen, der moderate Mitgliedsbeiträge erhebt und über den das Angebot laufen könne.
Die touristischen Angebote werden mit drei Themenwegen erweitert, deren Ausschilderung in vollem Gange sei. Außerdem konnte Gard berichten, dass der neue RV Mannebike dabei sei, eine Radsportveranstaltung zu organisieren. Der Jugendraum werde derzeit renoviert und das Interesse an Windkraft und Photovoltaik sei bei der Verbandsgemeinde angemeldet.
Um Mannebach auch weiterhin noch schöner zu gestalten, wünscht sich Gard die Mitarbeit weiterer ehrenamtlicher Helfer, denn: "In den kommenden drei Jahren müssen wir die Aufgaben auf mehr Schultern verteilen." doth