Bürger können noch mitreden

In Damflos soll 2018/19 die Ortsdurchfahrt erneuert werden - Landesbetrieb: Enteignungen sind nicht vorgesehen.

Damflos Der mittlere Teil der Damfloser Ortsdurchfahrt, der Kreisstraße 100, wurde vor einigen Jahren erneuert. Ab 2018 ist das nun für die verbleibenden Abschnitte vorgesehen. Zuerst soll der aus Richtung Abtei bis an die Brunnenstraße an die Reihe kommen und 2019 dann der vom Bürgerhaus bis an die Landesstraße 166 nach Züsch. Entlang der Ausbaustrecke von insgesamt 670 Metern soll sich vor allem an den Ortseingängen einiges ändern.
So soll die Abzweigung ins Neubaugebiet - von Abtei kommend rechts der Straße - verkehrsberuhigt gestaltet werden. Geplant ist, die Fahrbahn in einem kurzen Stück auf 3,60 Meter zu verengen. Die reguläre Breite sind 5,50 bis 6 Meter, einschließlich beidseitiger Rinnen. Gehwege, teils nur einseitig, sollen möglichst 2,50 Meter breit werden.
Möglich ist das aber nur, wenn Anlieger bereit sind, dafür gegebenenfalls 25 Zentimeter ihres Eigentums entlang der Straße zu verkaufen. Enteignungen sind nicht vorgesehen, versicherte Benedikt Bauch vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in einer Bürgerversammlung.
Weitere Änderungen sind in Höhe des Friedhofs geplant. Dort soll die Waldstraße künftig nicht mehr geradlinig verlaufen, sondern in einem Bogen in die Hauptstraße münden. Autofahrer müssen dann zwangsläufig langsamer fahren oder sogar stoppen.
Die Planer haben dabei nicht nur Friedhofsbesucher im Blick, sondern auch Schulkinder, die an einer Bushaltestelle im Kurvenbereich ein- und aussteigen.
Auf Wunsch des Gemeinderates sollen am Friedhof zudem weitere PKW-Stellplätze geschaffen werden. Vor allem bei Beerdigungen zeige es sich immer wieder, dass Plätze fehlten, begründete Ortsbürgermeister Franz Joachim Wellenberg. Der Gemeinderat wird sich in einer der nächsten Sitzungen für eine von drei möglichen Varianten entscheiden.
Vorschläge von Damfloser Bürgern, wie etwa eine weitere Verkehrsberuhigung auf Höhe der Straße Zum Floss, sollen in die weiteren Überlegungen mit einbezogen werden. Denn vorgestellt wurde ein "Bleistiftentwurf", der noch geändert werden kann. Daher sind auch noch keine Kosten ermittelt.
Für Fahrbahn und Rinnen muss in jedem Fall der Kreis in die Kasse greifen, für die Gehwege die Gemeinde, die wiederum die Bürger beteiligen kann. Als Überquerungshilfen sind Bordsteinkantenabsenkungen vorgesehen.
Laut Andreas Schmitt, Leiter der Verbandsgemeindewerke, werden im Zuge der Arbeiten auch die Kanalleitungen erneuert sowie die Hausanschlüsse für Kanal und Wasser. Die Wasserleitungen selbst werden nur dort ausgetauscht, wo sie die Arbeiten behindern. Außerdem wird das im Ortskern bereits geschaffene Regenwassertrennsystem auf die gesamten Ortsdurchfahrt ausgeweitet.