1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Bürger packen mit an, um Geisfeld lebenswerter zu machen

Initiative für ein lebenswertes Dorf : 20 Mitstreiter packen an für ein schöneres Dorf

Eine Gruppe aus engagierten Bürgern will ihren Heimatort Geisfeld zu einem noch lebenswerteren Dorf machen. Welche ersten Projekte sie bereits umgesetzt haben und was sie noch vorbereiten.

Wer es schön haben will, der muss es sich schön machen. So hält das eine Gruppe von engagierten Bürgern in Geisfeld mit ihrem Dorf. Sie haben sich zur Interessengemeinschaft (IG) „Geisfeld lebenswerter machen“ zusammengeschlossen. Das war notwendig, um für geplante Projekte auch finanzielle Unterstützung zu erhalten. „Wenn man für Projekte Zuschüsse aus Leader-Mitteln der EU haben will, verlangt die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) Erbeskopf vorher die Gründung einer Interessengemeinschaft“, erklärt Ortsbürgermeister Theo Palm.

Und so hat sich im vergangenen Dezember die Interessengemeinschaft gegründet und gleich gut 20 Mitstreiter gefunden. „Wir haben erst einmal Bänke aufgestellt und so Ruhezonen im Ort geschaffen“, berichtet der IG-Sprecher Jörg Palm.

Danach wurde schon das erste größere Projekt in Angriff genommen: ein Natur-Urnen-Rasen-Bestattungsgrabfeld auf dem Friedhof direkt neben der Kirche. Ein Basaltfelsen wurde aufgestellt. „Dort werden die Plaketten mit den Namen der Verstorbenen angebracht, deren Urnen unter dem Rasen liegen“, sagt Jörg Palm. Vater Theo, der Ortsbürgermeister, fügt hinzu: „Da wird nach der Bestattung Grabschmuck nur drei Wochen lang erlaubt sein. Dafür wird der Rasen von der Ortsgemeinde gemäht.“

Für dieses Projekt kamen 1300 Euro Zuschuss über die LAG Erbeskopf und das Leaderprogramm. Noch einmal so viel legt die Ortsgemeinde drauf, denn es waren neben dem Aufstellen der Bank auch Pflasterarbeiten und die Anlage eines Rosenbeetes erfolgt. Der Gedenkstein ist eine private Spende.

Doch damit ist längst nicht Schluss. Die Interessengemeinschaft hat bereits ihr nächstes Projekt angestoßen. Dabei geht es um die Einrichtung eines Panoramawegs. Der soll 6,4 Kilometer lang, barrierefrei und kinderwagentauglich sein und Start und Ziel in der Ortsmitte haben.

Zu diesem Projekt hat die Gruppe in einer Versammlung beschlossen, neben den Bänken, die schon lange am Wegesrand stehen, drei weitere aus Recyclingmaterial aufzustellen. Hinweisschilder wurden bestellt, und am Bürgerhaus wird ein Schaukasten mit der Streckenführung und den landschaftlichen Reizen der Trasse aufgestellt. Beim „Marterpfahl“, dem höchsten Aussichtspunkt der neuen Wanderroute, soll der Besucher über einen QR-Code viel Wissenswertes über die Trasse und Geisfeld aufs Smartphone laden können. Rund 5000 Euro wird das alles kosten. 3000 Euro Zuschuss werden erwartet.

Weitere Projekte sind angedacht – beispielsweise die Neugestaltung des Dorfparkplatzes und des Orts­eingangs, das Aufstellen von Blumenkübeln im Ort. Die Ideenfindung innerhalb der Gemeinschaft läuft ganz modern über eine Whatsapp-Gruppe. Weitere Mitstreiter sind willkommen.

Wer mitmachen möchte, kann sich bei Ortschef Theo Palm unter Telefon 0151/51565137 melden.