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Bürger sollen beim Thema Windkraft mitentscheiden

Bürger sollen beim Thema Windkraft mitentscheiden

Windkraft ist für die Gemeide Baldringen ein Thema - auch wenn es noch bis zum Jahr 2013 dauern wird, bis Anlagen auf Baldringer Gemarkung aufgestellt werden können. Der finanzielle Aspekt steht dabei für die Ratsmitglieder im Mittelpunkt. Ortsbürgermeister Willi Emser plant vor einer Entscheidung eine Bürgerbefragung.

Baldringen. "Mit einer Windkraftnutzung auf Baldringer Gemarkung ist wegen des Fortschreibens des Regionalen Raumordnungsplanes beziehungsweise des Flächennutzungsplanes nicht vor 2013 zu rechnen", informierte Ortsbürgermeister Willi Emser den Gemeinderat. Eine Fläche für eventuell aufzustellende Windräder gibt es aber bereits. Sie liege nordwestlich der Ortslage und sei eine der wenigen innerhalb der Verbandsgemeinde Kell am See, die zum jetzigen Zeitpunkt nach einem vorläufigen Ergebnis eines Gutachtens fast unbedenklich genutzt werden könne.
"Wir können grundsätzlich davon ausgehen, dass wir Windkraftanlagen-Standort werden."
Ratsmitglied Christa Jäckels stellte fest, dass sie nichts gegen einen Windkraftanlage einzuwenden habe. Sicherlich aber würden weitere Gegenstimmen bezüglich des Mindestabstands zum Ort laut werden, prophezeit sie. "Vierhundert Meter sind einfach zu wenig. Die Windräder werden immer höher, die Schatten länger und die Geräusche lauter." Emser will den Rat nicht alleine entscheiden lassen, wenn es so weit ist. "In jedem Falle werden vorab eine Einwohnerversammlung und eine Bürgerbefragung stattfinden", verspricht er. "Wir werden den Dorffrieden nicht gefährden. Es wird keine Entscheidungen gegen den Bürger geben."
Außerdem müsse die Verteilung der Einnahmen entsprechend eines noch abzuschließenden Solidarpaktes geregelt werden. Dass Henterns Ortsbürgermeister Bernhard Wagner als Gast zu der Sitzung eingeladen worden war, hatte seinen Grund: "Es ist beabsichtigt, gemeinsam mit der Ortsgemeinde Hentern einen Windpark zu errichten", verkündete dieser. Erste Gespräche mit den Windkraftbetreibern wurden bereits geführt.
Das Thema Kommunalreform fand in diesem Zusammenhang Erwähnung. "Wenn es uns aber nicht gelingt, zum Beispiel durch die Windkraft neue Einnahmen für die Verbandsgemeinde zu erzielen, dann bin ich dafür, größere Einheiten zu bilden", sagte Emser. "In diesem Fall kommt aber eher Saarburg für uns infrage." hm