Bürger wollen Allee für Wasserliesch

Bürger wollen Allee für Wasserliesch

Eine Allee für den Wasserliescher Ortseingang, warum nicht? Eine Gruppe von Bürgern hat sich mit Ortschef Herbert Rausch zusammengetan, um die Straße in Richtung Wasserliesch zu verschönern. Jetzt sind sie auf der Suche nach Paten, die etwa 40 Bäume finanzieren.

Wasserliesch. Früher war er schön, der Weg von Konz nach Wasserliesch. Auf der rechten Seite säumten durchgehend Weinreben die Straße zu dem Obermoselort. Links waren es Kleingärten, die richtig gut in Schuss waren. Heute wird rechts in der Nähe der Weinreben Kies abgebaut, und links stehen ein paar verwilderte Büsche - aktive Kleingärtner gibt es nicht mehr.
Doch der triste Anblick soll verschwinden - zumindest wenn es nach einigen engagierten Bürgern geht. Die vier Wasserliescher Andreas Wust, Frank Wiß, Ewald Winter und Klaus Roos haben sich mit Ortsbürgermeister Herbert Rausch zusammengetan. Ihr Ziel: eine Allee vor dem Wasserliescher Ortseingang. "Beim Bürgermeister haben wir mit der Idee gleich offene Türen eingerannt", sagt Frank Wiß.
"Ich war direkt begeistert", sagt Ortschef Rausch. Dass er das Projekt so positiv aufnimmt, liegt auch daran, dass "möglichst wenig Kosten für die Ortsgemeinde entstehen sollen". Deswegen suchen die Bürger nach Baumpaten, die 150 Euro für eine Winterlinde samt Zubehör zum Einpflanzen zahlen wollen. In einem Flyer rufen sie alle Bürger dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen (siehe Extra). Initiator der Aktion ist Andreas Wust - die Idee ist ihm gekommen, als er mit seinem Jagdgenossen Frank Wiß im Wald unterwegs war. Seine Frau komme aus Norddeutschland, und er fahre häufig nach Schleswig-Holstein, erzählt Wust. "Dort gibt es wunderschöne alte Alleen." Vom Verlauf her eigne sich die Straße nach Wasserliesch besonders für eine Allee. "Das könnte sehr schön aussehen", sagt Wust.
Für die Finanzierung über Patenschaften gibt es aus seiner Sicht zwei Gründe: Einerseits solle dadurch die ohnehin leere Gemeindekasse nicht angetastet werden. Andererseits wolle er erreichen, dass sich die Bürger mit der Allee identifizieren. Jeder Baum bekomme eine Nummer zugeteilt, so dass jeder einzelne Pate wisse, für welche Winterlinde er gespendet habe.
"Die Idee mit der Patenschaft ist nicht ganz neu", sagt Wust. "Das gab es schon einmal in Wasserliesch. Unser Kreuzweg zum Liescher Berg ist vor 200 Jahren auf ähnliche Weise entstanden." Auch damals hätten Wasserliescher Familien die einzelnen Wegstationen gesponsort und für ihren Erhalt gesorgt.
Jetzt sollen etwa 40 Bäume rechts und links der Gemeindestraße in Richtung des Kreisels gepflanzt werden, an dem die L 138 zur B 419 abzweigt. Zunächst ist die Seite mit den Weinreben dran. Im Oktober könne dann eine Art Baumpflanzfest gefeiert werden, sagt Ortschef Rausch. Beendet ist die Aktion dann noch nicht. Die Gemeinde habe schon teilweise Grundstücke auf der anderen Seite der Straße erworben, verhandele aber noch mit einigen Eigentümern über den Kauf der Flächen auf der anderen Seite. Verläuft alles nach Plan, könnte laut Rausch im Jahr 2014 die zweite Hälfte der Allee angepflanzt werden.Extra

Für die Baumpaten wurde ein Spendenkonto der Verbandsgemeinde Konz eingerichtet. Wer mitmachen will, kann den Betrag für einen oder mehrere Bäume unter dem Stichwort "Spende Baumallee Wasserliesch" darauf überweisen. Kontoinhaber: Verbandsgemeinde Konz Bank: Sparkasse Trier Kontonummer: 90 000 100 Bankleitzahl: 585 501 30 Die Organisatoren bitten darum, dass die Baumpaten ihren vollen Namen angeben, damit ihnen ihre Bäume zugeordnet werden können. cmk

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