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Bundestagswahl: Andreas Steier trifft Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Pellingen : Zwischen Windradriesen auf der Höhe

Gemeinsam wollen sie stark sein: Direktkandidat Andreas Steier und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier treffen sich in Pellingen.

Wahlkampfveranstaltungen müssen sich nicht nur im Saal oder auf städtischen Plätzen abspielen. Gerade in Coronazeiten eignen sich dazu auch luftige Höhen, wo der Wind die Aerosole weg trägt. Besonders, wenn der Schauplatz von riesigen Windkraftmaschinen umstellt ist, die als anschauliche Mottogeber der Veranstaltung dienen.

So sieht es auch Andreas Steier. Der aus Pellingen stammende Bundestagsabgeordnete ist wieder CDU-Spitzenkandidat für Trier und Trier-Saarburg und kämpft derzeit um die erneute Wählergunst. Welches Wahlkampfthema bietet sich für einen Pellinger im Zeichen von Klimawandel und der Frage nach Alternativenergien an? Da geht der Blick auf die Höhe über Pellingen, wo sich die Windkraftanlagen drehen. Steier hat dort hinauf geladen und als Mitstreiter den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewonnen. Der Saarländer ist hier kein Fremder, sein Wahlkreis ist Saarlouis.

Man kennt sich bis in die Kommunalpolitik im Nachbarland. Ortsbürgermeister von „nebenan“ schauen vorbei, auch Bürgermeister Joachim Weber, Verbandsgemeinde Konz. Landrat Günther Schartz begrüßt Altmaier als alten Bekannten. Das technische Umfeld hier ist beeindruckend. Zu den 14 kleineren Maschinen auf der Gemarkung Pellingen und den Nachtbargemarkungen kommen bald drei neue Riesenmaschinen mit zusammen 16 Megawatt Leistung dazu. Doch Windkraft hin oder her – die Sonne brennt auf diese baumlose Höhe, wo gerade mal ein offenes Zelt Schatten spendet.

Kandidat Steier freut sich um so mehr über rund 70 Besucher, obwohl die nicht alle konform mit dem Thema sind. Das gilt auch für ein Grüppchen Ultralinker, die aus der Ferne mit Gegensprech und Punkrock dagegen halten. Die stark aufmarschierte Polizei hat die kleine Gruppe aber in ausreichender Entfernung „fixiert“. Sie bleibt nur ein Störgeräusch im Hintergrund.

Altmaier beschreibt indes seine frühere Skepsis gegenüber der Windkraft. Sagt, dass er die mal für einen Industriestaat wie Deutschland für untauglich gehalten habe. „Heute habe ich dazu gelernt, so wie viele von uns. Wir müssen der Welt zeigen, dass unser Industriestaat durch den notwendigen Energiewandel nicht seinen Wohlstand verliert, sondern das meistern kann. Ansonsten wird Deutschland seine weltweiter Vorbildfunktion einbüßen.“ Es gibt Applaus, aber auch kritische Stimmen. Etwa gegen Windmaschinen in Wäldern und die Verheißungen der E-Mobilität.

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Logo-Bundestagswahl-2021 Foto: TV/Hartmann, Simon

Dann zerstreuen sich die Besucher. Bei den meisten wurden wohl die Erwartungen erfüllt. Andere konnten mal ihren Ärger loswerden. In der Ferne steht ein halbfertiges Riesenwindrad, an dem Stunden zuvor der erste Flügel montiert wurde.