Bunte Blumen am Ortseingang

Oberemmel · Eine schöne Ortsdurchfahrt, eine Schule und ein Kindergarten ohne Mängel und der Ersatz des Sportplatzgebäudes stehen auf der "Wunschliste" des Konzer Stadtteils Oberemmel. Stolze Summen sind für die Umsetzung nötig, die von der gesamten Stadtgemeinschaft aufzubringen sind.

Begrüßt durch Blumen sollen sich die Autofahrer fühlen, wenn sie künftig in Oberemmel ankommen, auch wenn diese Rosen im Herbst am Verblühen sind. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Oberemmel. Den Ausbau der Landesstraße 138, die durch Ober emmel führt, will der Ortsbeirat des Konzer Stadtteils nutzen, um schöner zu werden. "Im Frühjahr 2015 kommen die Bagger, und dann wollen wir auch neue Visitenkarten in den Straßenverlauf einbauen", beschreibt der Stellvertreter von Ortsvorsteher Benzkirch, Hermann-Josef Momper, das Ziel im Gespräch mit dem TV.
Restflächen werden zur Verfügung stehen, die jetzt noch Asphalt bedecken. "Die wollen wir in Pflanzbeete verwandeln, die Autofahrer mit Blumen begrüßen", so die Vorstellung Mompers. So ganz nebenbei können die bunten Tupfer in der Ortsdurchfahrt auch als "Bremse" für Raser dienen. Die Kosten für die Verschönerung müssen noch ermittelt werden.
Momper rechnet mit einer Förderung aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes mit 40 bis 50 Prozent. Auch neue Bürgersteige sollen mehr Sicherheit für Fußgänger und vor allem die Kinder bringen, die in den Kindergarten gebracht werden. Anliegerbeiträge werden fällig, die sich allerdings nur auf den Bürgersteig und die Verschönerung beziehen. In Versammlungen sollen die Betroffenen vorher im Detail informiert werden.
Der exakte Betrag für die Beseitigung der Buckelpiste Im Großengarten steht schon fest: 160 000 Euro.
Für die Planung der Sanierung der Grundschule sind 40 000 Euro vorgesehen. "Fenster, Toiletten, Energie, die Mängel müssen noch alle festgestellt werden", sagt Momper. 2016 soll dieses Projekt umgesetzt werden.
Eine Sanierung des Sportplatzgebäudes wäre jedoch Verschwendung. "Wir haben 10 000 Euro für die Planung eines Neubaus veranschlagt", bestätigt Momper den Abriss des maroden Baus. Noch teurer wird die Sanierung des Kindergartengebäudes werden. 203 000 Euro stehen hier auf der Liste.
Die Schwerpunkte sind dabei die Energieeinsparung, eine neue Küche und Sanitäranlagen, die allesamt aus den 1970er Jahren stammen.
Am Spielplatz gegenüber des Bürgerhauses sollen noch Obstbäume gepflanzt werden, die auch als Lehrpfad für Schüler dienen können.
Zu guter Letzt sprach der Ortsbeirat auch über neue Baustellen, denn die vorhandenen sind alle in privater Hand und die Eigentümer selten zu einem Verkauf bereit. Jetzt wollen sich die drei Fraktionen des Rates Gedanken über die Größe und den Standort der Häuser von potenziellen neuen Oberemmelern machen.