Burg soll mehr Touristen locken

Alle sechs bis acht Wochen treffen sich Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, um im Zuge der Dorfmoderation Ideen für ein besseres und schöneres Freudenburg zu entwickeln. Die architektonischen Reize und die Natur rücken dabei immer stärker in den Mittelpunkt.

Freudenburg. "Wenn es auf der Burg im Sommer sonntags Kaffee und Kuchen gäbe, das würde sich rumsprechen", glaubt Freudenburgs Ortsbürgermeister Bernd Gödert. Die Arbeitsgruppe Tourismus in der Dorfmoderation hat Ideen gesammelt, wie Fremde für den Ort begeistert werden könnten.
Beate Kettenhofen, Luisa Lessel und Jürgen Spanier, die drei Gruppenmitglieder, die zum Treffen gekommen waren, können sich ein Ritterfest für Kinder, die Freilegung des Mozartweges, von dem niemand weiß, wie er zu diesem Namen gekommen ist, mehr Wanderungen zu den Orchideen auf dem Eiderberg und die bessere Inszenierung der Burg vorstellen.
"Über die Burg müssten nicht nur Fachvorträge, sondern spannende Geschichten erzählt werden", sagt Moderatorin Ina Kunz. "Ideen sind gut. Nur wer setzt es um und wer bezahlt\'s", fragt Ortschef Gödert. Er setzt auf die persönliche Ansprache von potenziellen Helfern: "Da hat noch nie jemand Nein gesagt." Für den Kulturverein stellte Jürgen Spanier fest: "Wir tun so viel wir können für unser Dorf. Es müssten halt noch mehr Aktive dazukommen."
Weiher und Torweg haben eine zentrale Bedeutung für die Aufwertung des historischen Ortskerns, findet die achtköpfige Arbeitsgruppe Dorfbild, Infrastruktur und Verkehr. Hier sollte ein zentraler Festplatz entstehen, der normalerweise zum Parken genutzt werden kann. Die Gruppe, die ebenfalls von Ina Kunz geleitet wird, sprach sich für ein Gesamtkonzept des Platzes aus.
Bürgermeisterei restaurieren


Ebenso sollte die alte Bürgermeisterei restauriert und wiederbelebt werden. Bachlauf und Mozarttal sollten offen gehalten, zum Wandern genutzt und das Tälchen als Spiel- und Erkundungsfläche für Kinder dienen. Für den Verkehr forderte die Gruppe ein neues Gesamtkonzept.
Mit 26 jungen Leuten ist die Arbeitsgruppe Jugend, die von Eveline Bautscha geleitet wird, am stärksten besetzt. Hier wurde eine schlechte Infrastruktur mit zu wenig Busverbindungen und Geschäften, Dorfleben und kaum Feste moniert. Vor allem das Altstadtfest und der Weihnachtsmarkt sollten nach Ansicht der 13- bis 20-Jährigen wiederbelebt werden. Es sollte aber auch einen Platz für die Jugend im Freien geben. Und bei der Gestaltung des neuen Jugendraumes will die junge Generation entscheidend mitreden.
Sportangebot für Mädchen


Sportliche Angebote für Mädchen wurden ebenso befürwortet wie ein Schwarzes Brett "Suchen und Finden". Konkret um die Feste wird es in der nächsten Sitzung gehen, in der ein Festausschuss gebildet werden soll. Dazu sind alle Freudenburger eingeladen, auch solche, die sich nicht in Vereinen engagieren.
Extra

Der Arbeitskreis Tourismus trifft sich wieder am 26. November um 19.30 Uhr. Die Gruppe Dorfbild, Infrastruktur und Verkehr kommt wieder am 22. November, ebenfalls um 19.30 Uhr, zusammen. Bereits am 21. November tagt um 20 Uhr der Arbeitskreis Jugend. Alle Treffen finden im Bürgerhaus statt. doth