Caritas-Sozialstation Konz und Gemeindepsychiatrische Zentrum aus Saarburg Haus in Karthaus

Einweihung in Konz : Neue Caritas-Sozialstation eröffnet

Lob für eine ungewöhnliche Kooperation gab es bei der Einweihung des Neubaus, in dem die Caritas-Sozialstation Konz nun Zuhause ist – gemeinsam mit Menschen, die sonst nicht allein leben könnten.

Mit dem Umzug in die Karthäuser Straße 157 kehrt die Caritas-Sozialstation Konz zu ihren Wurzeln zurück. Dort, wo jetzt der moderne Neubau steht, befand sich bis zum Abriss 2017 die alte Grundschule, in der die Caritas-Sozialstation nach ihrer Gründung 1973 für einige Jahre untergebracht war.

Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung ist nun der Neubau eingeweiht worden, der sich harmonisch in das Straßenbild einfügt. Neben dem Stützpunkt der Sozialstation befinden sich in dem Gebäude auch elf Wohnungen, in denen psychisch beeinträchtigte Menschen leben. Sie werden vom Gemeindepsychiatrischen Zentrum Robert-Walser-Haus in Saarburg ambulant betreut.

Dennoch handelt es sich nicht um betreutes Wohnen oder gar ein Heim, wie die Verantwortlichen erklären: Die Bewohner schließen ganz normale Mietverträge ab, haben aber die Möglichkeit, ambulante Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Alle Wohnungen seien bereits vermietet. Die Nachfrage habe das Angebot vielfach übertroffen.

Sowohl die Sozialstation als auch das Robert-Walser-Haus waren viele Jahre auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Der gemeinsame Neubau biete wertvolle Synergieeffekte, sagt Marco Martini, Abteilungsleiter Psychiatrie.

Das Bauvolumen, rund 2,4 Millionen Euro, sei für den Caritasverband keine Selbstverständlichkeit, betont Caritasdirektor Bernd Kettern. „Aber das ist gut investiertes Geld. Konz ist für uns ein wichtiges Arbeitsfeld. Es ist ganz wichtige Arbeit, die hier geleistet wird. Nun haben sich auch die Arbeitsbedingungen verbessert.“

Der Konzer Bürgermeister Joachim Weber sagt: „Wir sind stolz, dass sich die Caritas so in Konz engagiert. Die Mitarbeiter leisten hier tolle Arbeit.“ Joachim Christmann, Sozialdezernent des Landkreises Trier-Saarburg, ergänzte: „Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.“ Und die Kreisbeigeordnete Simone Thiel lobte die Kooperation zwischen Caritas, Stadt und Landkreis. „Wenn mehrere Bausteine gut zusammenpassen, kann etwas Neues entstehen.“

Doris Eck, Leiterin des Robert-Walser-Hauses, dankte für das Vertrauen und den Mut, neue Wege zu gehen. „Wir möchten Betroffenen so lange wie möglich ein Leben im häuslichen Umfeld ermöglichen und sie bei der Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung unterstützen“, sagt Eck.

47 Mitarbeiter unterschiedlicher Berufe wie Krankenschwester, Hauswirtschafterin oder Pflegekraft kümmerten sich 365 Tage im Jahr um ihre Patienten, sagt Lydia Hepke, Leiterin der Sozialstation. Es gebe eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Auch Hepke freut sich über das neue Zuhause. „Wir fühlen uns hier außerordentlich wohl. Hier geht es bunt und lebendig zu. In diesem Haus ist Leben“.