CDU-Kandidat Willi Auler bewirbt sich als Stadtchef für Hermeskeil

Kommunalwahl : Schönere Innenstadt hat für ihn Priorität - Willi Auler bewirbt sich als Stadtchef für Hermeskeil

CDU-Kandidat Willi Auler will am 26. Mai zum Hermeskeiler Stadtbürgermeister gewählt werden. Dem TV hat  er erzählt, welche Projekte ihm wichtig sind, wie er Vereine unterstützen und Bürger stärker einbeziehen möchte.

Wenn die Stadt Hermeskeil eine größere Veranstaltung organisiert, dann laufen die Fäden meist bei Willi Auler zusammen. Der CDU-Mann ist erster Stellvertreter des Stadtchefs und als Beigeordneter für den Geschäftsbereich Kultur zuständig. Unterstützt von ehrenamtlichen Helfern plant er unter anderem das Hermeskeiler Stadtfest, die Reihe Kultur(er)leben und die Seniorentage der Stadt. „Das macht mir viel Spaß. Ich habe tolle Teams um mich, und es gibt viel Lob von den Besuchern.“

Nun peilt der 68-Jährige das höchste Amt im Stadtvorstand an. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai bewirbt er sich für den ehrenamtlichen Posten des Stadtbürgermeisters. Amtsinhaber Mathias Queck (CDU) hatte Anfang Januar überraschend angekündigt, nicht mehr anzutreten – und Auler erklärte sich bereit für die mögliche Nachfolge. „Das war nicht unbedingt von langer Hand geplant. Aber als ich gefragt wurde, habe ich schnell Ja gesagt.“

Hermeskeil ist seit fast 25 Jahren seine Heimat. Erstmals kommunalpolitisch aktiv war Auler allerdings in Hinzert-Pölert in der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, wo er von 1984 bis 1994 Ortsbürgermeister war – damals noch ohne Parteibuch. Nach einigen Jahren „Pause“ kandidierte er 2009 auf der CDU-Liste für den Hermeskeiler Stadtrat und ist seitdem erster Beigeordneter (siehe Zur Person).

Als „Priorität Nummer eins“ der aktuellen Stadtentwicklung nennt Auler das Städtebau-Förderprogramm für Hermeskeil. In den nächsten zehn Jahren winken hohe Zuschüsse, um die Innenstadt schöner zu gestalten. „Wir müssen alles daran setzen, dass wir Hermeskeil für Jung und Alt attraktiv machen“, sagt Auler. Dazu sei jede Idee willkommen, „egal, aus welcher politischen Richtung sie kommt“. Denn eine solche Förderung – 75 Prozent pro Projekt – habe es für die Stadt wohl noch nie gegeben.

Als „großes Manko“ für ein erfolgreiches Stadtmarketing empfindet der 68-Jährige die fehlende Internetseite. Die Wunsch-Adresse der Stadt www.hermeskeil.de sei für die Verbandsgemeinde (VG) reserviert. Ob diese frei werde, wenn die Gebietsreform der Nachbar-VG Thalfang realisiert sei und sich die VG Hermeskeil in VG Hochwald umbenenne, sei noch nicht absehbar. „Daran sollte es aber nicht scheitern. Ich hätte auch kein Problem mit der Adresse stadt-hermeskeil.de. An das Thema müssen wir endlich ran.“

Unverzichtbar für die Entwicklung Hermeskeils seien private Investoren und Projekte. Das Einkaufszentrum, das für zehn Millionen Euro am Dörrenbach entstehe, sei dafür ein gutes Beispiel, lobt Auler auch den Einsatz des amtierenden Stadtchefs Queck. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der VG müsse es gelingen, noch mehr Betrieben attraktive Grundstücke anzubieten. „Hier müssen alle zusammenarbeiten.“ Potenzial sieht Auler auch im Tourismus, wo noch immer Übernachtungsmöglichkeiten fehlten. „Ein schönes Stadthotel, das könnten wir hier gut gebrauchen.“ Versprechen könne man so etwas natürlich nicht, sagt der Kommunalpolitiker: „Aber da müssen wir als Stadt am Ball bleiben.“

Nicht vergessen wolle er die Vereine, sagt Auler, der Vorsitzender des Fördervereins für das St.-Josef-Krankenhaus und das Seniorenzentrum St. Klara ist. „Deren Arbeit, vor allem in den Stadtteilen, muss man unterstützen. Das geht nicht immer finanziell. Aber manchmal reicht es schon, sich bei den Festen auch mal blicken zu lassen.“ Werde er zum neuen Stadtchef gewählt, sagt Auler, wolle er „nicht alles besser machen, aber doch manches anders“. Er wolle offener sein und „die Menschen mehr mitnehmen“. Hilfreich könnte dabei sein, dass er jahrelang als Schiedsmann außergerichtlich Streitfälle schlichtete. Durch seine Beigeordneten-Tätigkeit habe er einen „guten Draht“ zu den Hermeskeilern, für die er täglich im Stadtbüro ansprechbar sein und vielleicht eine regelmäßige Bürger-Sprechstunde anbieten will. „Ich kann mir diese Zeit nehmen“, sagt der 68-Jährige, der seit 2006 im Vorruhestand ist.

Einen besseren Austausch als zurzeit strebt der CDU-Mann auch mit den Fraktionen im Stadtrat an. „Der Wunsch kam zuletzt häufiger, dass der Ältestenrat wieder mehr tagt. Das halte ich für sinnvoll“, sagt Auler. In dem kleinen Gremium mit Vertretern jeder Fraktion werde zwar nichts beschlossen. „Aber man kann frühzeitig informieren, Dinge sortieren und vorbesprechen.“ Zur VG-Verwaltung, sagt der Beigeordnete, habe er bereits gute Kontakte aufgebaut, weshalb ihm vor den Aufgaben eines Stadtchefs nicht bange sei: „Ich kenne die Abläufe, weiß, wo die Spezialisten sitzen und bin fast mit allen per Du.“