CDU will bürgerliche Mehrheit

TRIER. Die CDU-Fraktion im Kreistag Trier-Saarburg hat sich konstituiert. Rudolf Müller wurde einstimmig als Fraktionsvorsitzender wieder gewählt. Zusammen mit FWG und FDP streben die Christdemokraten eine "bürgerliche Mehrheit" im Kreistag an.

Obwohl die stärkste Fraktion - 22 der 46 Sitze im Kreistag sind fest in der Hand der CDU - in der Kommunalwahl am 13. Juni einen Sitz verloren hat, wird sie die Dominanz im Kreistag mit großer Wahrscheinlichkeit beibehalten. Denn zusätzlich zum bisherigen Koalitionspartner FWG wollen die Christdemokraten auch die FDP mit ins Boot nehmen. "Zur Vorbereitung der konstituierenden Kreistagssitzung werden wir Gespräche mit beiden Fraktionen führen", kündigt der alte und neue Fraktions-Chef der CDU, Rudolf Müller, an. "Wir wünschen uns eine Fortführung der bewährten kreispolitischen Zusammenarbeit mit der Freien Wählergruppe unter Einbeziehung der neu im Kreistag vertretenen zweiköpfigen FDP-Fraktion."Bürgerlicher Block wäre unschlagbar

Ein solcher Block wäre im Kreistag unschlagbar. CDU, FWG und FDP würden zusammen 31 der 46 Stimmen kontrollieren. Die SPD hat fünf Sitze verloren und verfügt noch über zwölf, Bündnis 90/Die Grünen haben drei Sitze. "Angesichts der schwierigen Finanzlage des Landkreises und der bevorstehenden Verlagerung von Aufgaben nach Hartz IV sowie der in dieser Wahlperiode zu treffenden Entscheidung über die Neuwahl des Landrates streben wir eine breite bürgerliche Mehrheit im Kreistag an", betonten Rudolf Müller und der CDU-Kreisvorsitzende Günther Schartz. Mit welchen Zielen geht die CDU-Fraktion in die neue Legislaturperiode? Müller: "Es geht um eine seriöse Gestaltung der kommunalen Finanzen ohne zusätzliche Verschuldung und die praktische Gestaltung des demographischen Wandels auf allen kommunalen Ebenen. Die CDU-Kreistagsfraktion will sich insbesondere für eine kinder- und familienfreundliche Kreispolitik engagieren." Einen festen Termin für die konstituierende Sitzung des Kreistags gibt es laut Auskunft der Verwaltung noch nicht. Ein Vorschlag, über den noch diskutiert werden müsse, ist der 12. Juli.