Chor der Zukunft startet durch

Saarburg · Zweimal an einem Tag ist beim letzten Mittwochskonzert des Jahres in Saarburg die Sonne aufgegangen: beim Wetter und musikalisch. 33 Frauen, neun Männer, eine Band und das Technikteam des modernen Chores Die neue Generation begeisterten rund 300 Zuhörer, die sich vom Wetter nicht ins Bockshorn jagen ließen.

Die beiden haben sichtlich Spaß am Singen: Myriam Parusel und Michael Ott vom Chor „Die neue Generation“ bei einem Duett aus dem Musical „König der Löwen“. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Saarburg. Vor dem letzten Mittwochskonzert der Saison auf dem Saarburger Boemundhof war auf der Facebookseite des Chors "Die neue Generation" mächtig was los. "Die Leute fragten wegen des Dauerregens immer wieder, ob wir auftreten oder nicht", erzählt Chorleiter Egon Altenhofen. "Wir singen", versicherte er genauso oft.
Den ganzen Tag über galten bange Blicke der Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), Eva Schmitz dem Himmel. Und dann geschah ein kleines Wunder: Kurz vor dem Auftritt des Chores brach sich die Sonne über Saarburg Bahn.
Doch viele Freunde der Saarburger Freiluftmusik trauten dem Wetter nicht. Nur rund 300 kamen zum Konzert des jungen und frischen Ensembles, das gute Tontechnik für seine Darbietungen einsetzt. "Wir sind 33 Frauen, neun Männer und das Team am Mischpult", betonte Egon Altenhofen. Auch Musiker sind dabei, die vor allem die Soli von Daniel Mirtennutz, Sina Philipps, Mariam Parusel, Rike Port und Michael Ott begleiten. Es sind die großen Stimmen des Chors.
"Unsere Art zu singen ist zukunftsweisend", sagt der quirlige Chorleiter voller Überzeugung. Vor zwölf Jahren begann er mit ein paar Firmlingen, heute sind es insgesamt 43 Sänger, die auch weite Wege zu den Mittwochsproben um 19 Uhr in der Alten Schmiede in Dilmar auf sich nehmen. Heraus kommen Titel wie "Tage wie diese" von den Toten Hosen, "It\'s my Life" von Bon Jovi, Rock\'n Roll in allen Ausprägungen oder auch mal das "Phantom der Oper" von Andrew Lloyd Webber. "Da ist Pep drin", findet Zuhörerin Renate Pfeiffer aus Saarburg. Und ihr Gatte Lutwin fügt hinzu: "Dieser Chor begeistert. Gut, dass es ihn gibt."
Mit gemischten Gefühlen beendet VVV-Vorsitzende Eva Schmitz die Saison: "Sechs von sieben Konzerten haben stattgefunden, vier waren sehr gut besucht, zwei haben unter dem Regen gelitten." Die Summe, die der Verein für ein immer schöneres Saarburg diesmal gesammelt hat, schätzt die Vorsitzende vor der Endabrechnung auf rund 5000 Euro: "Das war früher schon mal fast doppelt so viel." Man überlege angesichts der Wetterkapriolen ernsthaft, ob ein Zeltdach über dem Boemundhof helfen könnte, auch bei Regen mehr Publikum anzulocken.
500 Euro gehen an die Stadt für Blumenschmuck auf dem Altstadtkreisel. Inzwischen seien auch neue Sponsoren und Stifter von Preisen bei den Verlosungen dazugekommen.
"Wir müssen aber weiter Geld zusammensparen", mahnt die Vorsitzende. Ein Projekt steht schon fest: Der Verein will in die LED-Beleuchtung der Burg investieren, wenn die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind. "Leider müssen wir aber auch investieren, weil auf dem Panoramaweg eine Sinnesbank mutwillig aus der Verankerung gerissen und das Wasserbecken des Salzbrunnens im Kammerforst beschädigt wurde", bedauert Schmitz.
Wichtig sei jedoch, dass die Mittwochskonzerte des Saarburger Musiksommers in aller Munde bleiben. doth
Infos zum Musiksommer: <%LINK auto="true" href="http://www.vvv-saarburg.de" class="more" text="www.vvv-saarburg.de"%> , Infos zum Chor Die neue Generation: <%LINK auto="true" href="http://www.dng-live.de" class="more" text="www.dng-live.de"%>