Clever mit dem Bus unterwegs
Schluss mit Drängeln: Am heutigen Freitag, 25. Mai, kommt die Busschule an die Grundschule Freudenburg. Bei der Aktion der Unfallkasse Rheinland-Pfalz zusammen mit der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) lernen die Kinder das richtige Verhalten rund ums Busfahren.
Freudenburg. (red) Platzkämpfe an Haltestellen und im Bus, Stolperstellen durch abgestellte Schulranzen, Rangeleien und Streitereien beim Ein- und Aussteigen - Alltag für viele Schüler. Doch das muss nicht sein. Nur selten werden Kinder auf die Busfahrt zur Schule vorbereitet. Dabei ist richtiges Verhalten im Bus nicht angeboren, es muss erlernt und geübt werden. Um abenteuerliche Fahrten mit dem Bus zu vermeiden, veranstaltet die Unfallkasse Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) und der Moselbahn das Projekt "Clever mit dem Bus fahren".Die Bus-Schule kommt direkt zu den Schulen - am heutigen Freitag zum Beispiel nach Freudenburg - und gliedert sich in drei Blöcke: Im Klassenzimmer stellen Schülergruppen vorgegebene Alltagsszenen im und am Bus nach. Bärbel Volk von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz erarbeitet mit den Kindern im Rollenspiel gemeinsam die richtigen Verhaltensweisen. Die Kinder sind aufgefordert, über ihre Erfahrungen bei der Schülerbeförderung im Alltag zu berichten. Zum Praxisteil geht's dann ab zum Bus. Beim "Verhalten an der Bushaltestelle" lernen die Kinder, warum sie einen gewissen Abstand von der Bordsteinkante einhalten müssen. Gezeigt wird auch, in welchem Bereich sie vom Busfahrer nicht gesehen werden, weil sie im "toten Winkel" stehen. Der Bus-Trainer von der Moselbahn beweist den Kindern, dass es viel schneller und vor allem auch sicherer geht, wenn alle Fahrgäste sich beim Ein- und Aussteigen an Regeln halten. Denn bei der Demonstration einer "Drängelrunde" wird immer mehr Zeit benötigt. Er erklärt ihnen auch, wie die Notausstiege funktionieren, der Nothammer zu handhaben ist und was die angebrachten Schilder im Bus bedeuten. Bei der anschließenden Fahrt lernen die Kinder unter anderem die Fliehkraft beim Bremsen oder beim Kurvenfahren kennen. Faktoren für Stress beim Busfahren
Das Gelernte wird im letzten Teil der Bus-Schule im Gespräch mit den Kindern nachbereitet, um auf noch bestehende Probleme eingehen zu können.Statistisch gesehen ist die Fahrt im Bus sicherer als die mit anderen Verkehrsmitteln. Doch das richtige Verhalten beim Busfahren muss erst gelernt sein. Gerade im Straßenverkehr verhalten sich Kinder oft spontan, wodurch auch bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln häufig Gefahrensituationen entstehen. Besonders groß sind die Gefahren beim Ein- und Aussteigen. Aber auch durch Drängeln und durch Streitereien an der Haltestelle und im Bus kommt es häufig zu Unfällen. Die Bus-Schule wird allen Schulen in Rheinland-Pfalz angeboten. Ziel der Unfallkasse ist, dass in Zukunft weitere Partnerschaften mit anderen, insbesondere mit kleineren Verkehrsunternehmen, entstehen.Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) nimmt im Land die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung wahr. Zu ihren rund 1,5 Millionen Versicherten gehören unter anderem die Kindergarten- und Schulkinder sowie die Studierenden. Präventive Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit der Versicherten stehen bei der UK RLP im Mittelpunkt. Sie bietet ihren Mitgliedern und Versicherten zu diesen Themen ein umfangreiches Beratungs- und Seminarangebot an. Bei einem versicherten Unfall sorgt die UK RLP für die medizinisch notwendige Heilbehandlung und Rehabilitation. Die Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft ist im nördlichen RLP die größte Busgesellschaft. Sie befördert jährlich rund 26 Millionen Kindergarten- und Schulkinder sowie Studenten. Ihre Verkehrsverbindungen erstrecken sich von Koblenz die Mosel hinauf bis nach Trier. Neben den beiden zuvor genannten kreisfreien Städten fahren Busse der RMV in den Landkreisen: Ahrweiler, Altenkirchen, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Vulkaneifelkreis, Mayen-Koblenz, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rhein-Lahn-Kreis, Trier-Saarburg und Westerwaldkreis.