Containerstandort in KOnz-Könen zeigt, wie ART daran arbeitet, das Biomüllproblem unter Kontrolle zu bekommen

Kostenpflichtiger Inhalt: Einzelfall zeigt beispielhaft das Vorgehen des ART : Vom Dreckloch zum blitzblanken Container-Standort in Konz-Könen

Zwei weitere Behälter: Ein Beispiel aus Konz-Könen zeigt, wie der Entsorger ART gegen die Probleme mit dem Biomüll vorgeht.

Konstanze Matthias hat die Situation am Biomüll-Standort in der Brückenstraße in Konz-Könen tagelang verfolgt. Sie geht dort täglich mit ihrem Hund vorbei. Irgendwann setzt sie einen Beitrag in der Facebook-Gruppe Du bist Konzer, wenn ... ab. Man sei Konzer, wenn „du fleißig deinen Müll trennst, aber die Verantwortlichen der Entsorgungsbetriebe wohl nicht damit gerechnet haben, dass so viele Mitbürger sich daran beteiligen. Hier hat man sich wohl zwischen Theorie und Praxis geirrt beziehungsweise verrechnet.“ Unter dem Text sind vier Bilder, die sie am Samstag gemacht hat. „Ein trauriges Bild, welches nachdenklich stimmt, wohin die Änderungen in der Müllentsorgung führen werden“, kommentiert sie die Bilder.

Es sei nicht nur eine Zumutung für alle, die bereit seien, ihren Müll trennen und diesen zur Sammelstelle bringen, sondern auch für Spaziergänger und Besucher der Stadt sowie „für die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe, welche hier wieder für Ordnung sorgen müssen“, schreibt sie. „Und das sind nicht diejenigen, welche Entscheidungen treffen und Gesetze ändern.“ Über den zusätzlichen Rest- und Sperrmüll an den Containern schreibt Matthias sarkastisch: „Eine ausrangierte Mikrowelle gehört übrigens weder an die Bioabfalltonne noch an den Altkleider- oder Glasflaschencontainer. Aber das scheint der Ableger wohl nicht gewusst zu haben...“

 In einem der Kommentare unter dem Beitrag veröffentlicht die Könenerin ein Foto von Mittwochmorgen. Es dokumentiert, dass noch mehr Biomüll dazugekommen ist, der Sperrmüll aber größtenteils wieder entfernt wurde.

Die Anfrage beim Abfallverband Region Trier (ART), wann der Biomüll in Konz-Könen entleert werde, beantwortet Pressesprecherin Kirsten Kielholtz folgendermaßen: „Die Container in Konz-Könen wurden vergangene Woche Mittwoch letztmalig geleert. Dementsprechend erfolgt heute die nächste Leerung. Zudem ist die Aufstellung weiterer Container in und um Konz für die nächsten Tage vorgesehen.“ Der Wochentakt bei der Leerung der Abfallbehälter ist laut ART normal. Wenn vorher Container überquellen, würden sie auch auf Meldung per E-Mail an biocontainer@art-trier.de außer der Reihe geleert (siehe Titelseite).

Konstanze Matthias widerspricht der Darstellung des ART: „Letzte Woche Mittwoch wurde dort nichts geleert. Die beiden Container liefen freitags nämlich schon über, da hatte ich mein Handy nicht dabei, deshalb habe ich keine Fotos gemacht.“ Samstags habe sie es dann in der Facebook-Gruppe gepostet.

Der Zustand an den Containern in Konz-Könen am Samstagabend (links) ist nicht mit dem von Mittwochmittag (rechts) zu vergleichen. Die Container wurden am Mittwoch geleert. Zudem wurden zwei neue neue dazugestellt. Foto: Dieter Soltau

Unabhängig davon, ob die Container vergangene Woche geleert wurden oder nicht, dürfte sich Konstanze Matthias nun freuen: Ein Kontrollbesuch am Mittwochmittag zeigt, dass der ART sein Versprechen eingehalten hat. Alle Container sind geleert. Der Standort sieht blitzblank aus. Und noch mehr: Es stehen nun vier statt zwei Biomüllcontainer in der Brunnenstraße in Konz-Könen.