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Corona: Verschiebt der Kreis Trier-Saarburg die Notbremse?

Inzidenz wieder über 100 : Verschiebt der Kreis Trier-Saarburg die Corona-Notbremse? (Aktualisiert)

Zum dritten Mal in Folge liegt der Kreis Trier-Saarburg über der Inzidenz von 100. Daher müssten am Freitag die Notbremse und die damit verbundene nächtliche Ausgangssperre gelten. Aber es kommt anders.

Schlechte Nachrichten für den Kreis Trier-Saarburg. Die Inzidenz liegt zum dritten Mal in Folge über 100. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz meldet 104,4 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Das heißt: Eigentlich müsste der Kreis ab Freitag die Notbremse ziehen, und ab dem morgigen Donnerstag eine entsprechende Verordnung dazu erlassen. Doch es kommt wahrscheinlich anders. Kreissprecher Thomas Müller erklärt die Gründe: „Der Landkreis bereitet in Abstimmung mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium eine Allgemeinverfügung vor. Diese umfasst weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.“ Dabei sei noch mit dem Land Rheinland-Pfalz abzustimmen, inwieweit der Kreis warten müsse, wann das heute im Bundestag zur Abstimmung stehende „Notbremsen-Gesetz“ in Kraft tritt.

Der Bundestag hatte am Mittwoch eine bundeseinheitliche Notbremse gegen die dritte Corona-Welle beschlossen. Die Vorschriften könnten frühestens ab Samstag greifen. Bevor das geschehen kann, müssen sie am Donnerstag noch den Bundesrat passieren.

Auch die Stadt Trier liegt mit 110,3 deutlich über der magischen Marke von 100. Anders als im Kreis lag die Stadt aber am Dienstag wieder unter der Grenze von 100.