Damit kleinen Radfahrern nichts passiert

Damit kleinen Radfahrern nichts passiert

Das Stadtteilzentrum Beurig - ein ehemaliges Konversionsgelände - schreitet der Vollendung entgegen. Der Saarburger Stadtrat hat den Auftrag zum Bau eines Festplatzes und einer Jugendverkehrsschule vergeben. Zusätzlich beschloss der Rat eine Auftragsvergabe zum Bau einer neuen Anbindung zum Saarradweg.

Saarburg-Beurig. Die Tagesordnung der jüngsten Saarburger Stadtratssitzung wirkte überschaubar: Ein Auftrag zum weiteren Ausbau des Stadtteilzentrums Beurig war zu vergeben. Ein zweiter Vergabebeschluss galt dem Bau einer neuen Verbindung zwischen der Beuriger Brückenstraße und dem Saarradweg, die den hinderlichen Treppenaufgang kurz vor der Saarbrücke ersetzen soll.
Große neue Entscheidungen musste der Rat mit den beiden Vergaben nicht treffen - das Gremium folgte nur den Empfehlungen des Bauausschusses. Der hatte das Ergebnis der Ausschreibungen überprüft und die günstigsten Angebote ausgewählt. Den offiziellen Zuschlag für den Festplatz mit Jugendverkehrsschule erhielt die Saarburger Firma Clemens, die bereits auf dem Gelände mit den Erdarbeiten begonnen hat. Das Auftragsvolumen beträgt 163 000 Euro.
Vor der Sitzung erläuterte Bürgermeister Jürgen Dixius dem TV die Planung:
Der Fest- und Verkehrsschulplatz entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft des 2012 eingeweihten neuen Kindergartens (Kiga). Das Areal an der Klosterstraße umfasst 2300 Quadratmeter Fläche und kann künftig vom Kiga, von der benachbarten Kirchengemeinde St. Marien und von den Vereinen für Veranstaltungen genutzt werden.
Eine besondere Bedeutung erhält der neue Platz für Kinder und Grundschulen: Die Anlage wird mit entsprechenden Markierungen als Verkehrsschulungsfläche gestaltet. Brixius: "Bald können hier Schulklassen oder auch einzelne Kinder aus der gesamten Verbandsgemeinde Saarburg mit Fahrrädern richtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr üben." Für den regulären Verkehrsunterricht auf dem Platz werde die Polizeiinspektion Saarburg einen Fachbeamten stellen.
Neben dem neuen Platz verbleibt noch eine rund 1500 Quadratmeter umfassende Freifläche. Sie wird im Rahmen der nun begonnenen Arbeiten eingegrünt und zu einer öffentlichen Spielfläche gestaltet. Abschließend sollen noch eine Platzbeleuchtung und Geräte für die Spielfläche hinzukommen.
Mit dem neuen Fest- und Verkehrsschulungsplatz und der Spielfläche ist laut Dixius der 2010 begonnene Ausbau des Stadteilzentrums neben der Kirche St. Marien abgeschlossen. Die nun begonnenen Arbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein. Am 23. Juni plant die Stadt ein großes Einweihungsfest für das neue Stadtteilzentrum.
Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister auf mehr als fünf Millionen Euro. Finanziert wurde das Gesamtprojekt aus Konversionsmitteln und Zuwendungen des Bundes, des Landes und des Kreises. Der Anteil der Stadt beträgt rund 1,2 Millionen Euro, die vorwiegend aus Grundstücksverkäufen finanziert wurden.
Ein weiterer Bericht über den Bau einer Verbindung zwischen Brückenstraße und Saarradweg folgt.Extra

Das Stadtteilzentrum Beurig ist ein Konversionsprojekt, das die Stadt Saarburg nach dem Abzug der französischen Garnison in Angriff genommen hatte. Zuvor befand sich auf dem Areal die französische Grundschule. Das Grundstück und die Gebäude gehörten wie alle Militärliegenschaften dem Bund. Nach dem Erwerb des Geländes im Sommer 2010 ging die Stadt wie folgt vor: Überplanung des gesamten Areals durch das Büro Boxleitner in Trier, Abriss der ehemaligen Schule mit Ausnahme eines Nebengebäudes, das saniert und umgestaltet wurde und heute zur Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschulkinder dient. Im oberen Bereich des Areals bei der Kirche wurde ein öffentlicher Parkplatz mit 44 Stellplätzen angelegt. An dieser Maßnahme war auch die Kirchengemeinde St. Marien beteiligt. Als baulicher und gestalterischer Schwerpunkt entstand der neue Kindergarten mit acht Gruppen. Das Gebäude wurde 2012 in Betrieb genommen. Dazu gehört ein eigener, 1000 Quadratmeter umfassender Spielplatz. Als letzte Komponenten folgen nun der 2500 Quadratmeter umfassende Fest- und Verkehrsschulplatz sowie die 1500 Quadratmeter große öffentliche Spielfläche. f.k.

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