Dank und Luftballons

KONZ. (kdj) Gesang, Musik, Reden, Tanz, Geschenke, eine Urkunde und hunderte bunter Luftballons, die in den Sommerhimmel aufsteigen: Norbert Müller, Rektor der Grundschule St. Johann, ist am Freitag nach 42 Jahren Lehrtätigkeit und 16 Jahren erfolgreicher Arbeit in Konz auf dem sonnenüberstrahlten Schulhof seiner Wirkungsstätte in den (Un-)Ruhestand verabschiedet worden.

Alle Kinder waren in die Abschiedsfeier eingebunden worden. Flötenspiel, Lieder, die getanzte "Vogelhochzeit" und ein irischer Tanz - das bunte Rahmen- und das protokollarisch-notwendige Hauptprogramm hatten die Kolleginnen Müllers geschickt miteinander verwoben. Sie erinnerten an die Stärken und (kleinen) Schwächen des scheidenden Rektors und krönten jeden Abschnitt mit Passagen aus Schlagern aus Vergangenheit und Gegenwart. Müller genoss den kabarettistischen Teil der Feier sichtlich, vor allem der Kurzausflug der 20-köpfigen Damenriege in den Schlagerrefrain "Macho, Macho…" ließ ihn schallend lachen. Und besonderes Freudestrahlen überzog sein Gesicht, als Schüler ihm nacheinander Sonnenblumen überreichten, die schließlich zu einem großen Strauß wurden. Gleich nach der Begrüßung durch Konrektorin Beate Philipp hatte Müller "schon wegen der erwartungsfrohen Kinder" um kurze Reden gebeten. Seiner Bitte kamen Schulrat Peter Riedel, Schulelternsprecher Christian Kogge, Förderverein-Vorsitzender Hans-Josef Schönhofen, Beigeordneter Manfred Wischnewski (in Vertretung des im Stau stecken gebliebenen Bürgermeisters Winfried Manns) sowie Personalrätin Gertrud Sprünker nach. Sie alle dankten dem scheidenden Rektor sowohl in sachlichen als auch humorigen Worten für sein großes Werk für Kinder und Schule.Persönliches Dankeschön am letzten Schultag

Norbert Müller bedankte sich bei allen, mit denen er im Lauf seiner Berufsjahre zusammengearbeitet hatte, er dankte für die Ansprachen, die guten Worte und die Geschenke zum Abschied. In seinen Dank schloss er Kommunalpolitiker, Eltern, Schulsekretärinnen und Hausmeister ein. Die "am meisten bewegenden Erlebnisse mit den Kindern" nannte Müller die beiden Treffen auf dem Schulhof nach den "mörderischen Vorfällen in Erfurt und in Beslan/Kaukasus", als Schüler und Lehrer der Toten der beiden Massaker gedachten. "Ich habe noch nie unsere Schüler so still und ergriffen erlebt." Die Abschiedsfeier nahm einen bunten, fröhlichen Ausklang, als ein paar hundert bunte Luftballons in den Himmel stiegen und Müller versprach, alle Schüler am letzten Schultag, 17. Juli, 11.30 Uhr, zu seinem ganz persönlichen Dankeschön auf den Schulhof einzuladen.