Dankbar für die Lebensrettung

SCHWEICH. Das Wasser gehört zum Leben von Otto Lamberti und Gerd Loskill. Beide sind Gründungs- und Ehrenmitglieder der DLRG Schweich. Gerd Loskill ist der erste Vorsitzende der 300 Mitglieder starken Gesellschaft.

Glück im Unglück hatte Gerd Loskill als Neunjähriger beim Spielen am Moselufer am Schweicher Fährturm. "Plötzlich hatte ich keinen Boden mehr unter den Füssen. Ich konnte nicht schwimmen und bin untergegangen", erinnert sich der heute 56-Jährige an das tragische Kindheitserlebnis. "Albert Quint, der zufällig da war und bemerkte, was geschehen war, sprang sofort in die Mosel und rettete mich." Deshalb stand für den Ur-Schweicher 1967, als die DLRG mit der Eröffnung des Freibades in Schweich gegründet wurde, fest: "Das ist der Verein, da bleibe ich dabei." Das dachte sich auch Otto Lamberti. Wie sein Vereinskollege ist er DLRG-Mitglied der ersten Stunde. Auch er hatte als Nichtschwimmer in einem Hallenbad die bittere Erfahrung gemacht unterzugehen. Otto Lamberti ist der Schatzmeister der Hilfsorganisation. Beide Männer haben die Bootsausbildung und beherrschen die Rettungsmaßnahmen. Manche Bilder von Einsätzen werden Gerd Loskill und Otto Lamberti nie vergessen. Einig sind sie sich: "Das Schlimmste sind die Gaffer, die so dreist sind, dass sie auch noch die Arbeit behindern."Neues Vereinsgebäude eingeweiht

Stolz sind sie auf das neue DLRG-Gebäude neben dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, das vor 14 Tagen offiziell eingeweiht wurde. "Endlich haben wir genügend Platz", freut sich Otto Lamberti. "Mir hat es beispielsweise immer widerstrebt, die Jugendlichen zu Sitzungen und Schulungen in die Kneipe einzuladen", erklärt Loskill. Der Außendienstmitarbeiter bei einer Autoteile-Zuliefererfirma legt großen Wert auf die Jugendarbeit. Seine Devise: "Wer jung anfängt, bleibt dabei." Seinen beiden Kindern hat der DLRG-Chef das Schwimmen selbst beigebracht - so wie Otto Lamberti. "Ich habe erst mit 30 Jahren schwimmen gelernt", sagt der 74-Jährige Lamberti. Seinem Nachwuchs sollte es anders ergehen. Der ehemalige Verwaltungsbeamte ist waschechter Schweicher und Vater von vier Kindern, darunter Drillingen, die inzwischen 45 Jahre alt sind. Die Planung des neuen Vereinsgebäudes lag in den Händen seines Sohnes Richard. Er ist Ingenieur. "Mein Sohn Alfred hat die komplette Elektroanlage installiert", erzählt Otto Lamberti. Und: "Alle meine Jungs sind Mitglied der DLRG."

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